Früherkennung eines Typ-2-Diabetes bei Patienten mit Psoriasis

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Psoriasis-Patienten haben ein erhöhtes Risiko für Typ-2-Diabetes. Eine frühzeitige Diagnostik kann helfen, Folgeerkrankungen zu vermeiden. Aktuelle Daten unterstreichen die Bedeutung eines gezielten Screenings in dieser Patientengruppe.

Typ-2­-Diabetes (T2D) ist eine bedeutende Komorbidität der Psoriasis. Die frühe Erkennung von T2D bei Personen mit Psoriasis ist ­essenziell, um rechtzeitig eingreifen zu können. Anliegen eines Dermatologen-Teams aus China war es daher, ein multifaktorielles Diagnosemodell zur Früherkennung von T2D bei Psoriasis-Patienten zu entwickeln, das helfen soll, klinische Entscheidungsprozesse zu verbessern. Das Modell wurde unter Anwendung des Least Absolute Shrinkage and Selection Operator (LASSO) sowie logistischer Regression zu Daten von 17.124 Psoriasis-Patienten aus 49 Kliniken erstellt. Die Leistungsfähigkeit des Modells bewerteten die Autoren mittels Receiver-Operating-Characteristic(ROC)-Kurve, Entscheidungsbaum-Analyse und klinischer Impact-Kurve.

Im Modell wurden 11 signifikante unabhängige Prädiktoren identifiziert. Die AUROC betrug 0,875 (95%-KI 0,862–0,889), der Hosmer-Lemeshow-Goodness-of-Fit-Test ergab einen p-Wert von 0,06. Innerhalb der Schwellenwahrscheinlichkeit von 0–0,2 zeigte das diagnostische Modell einen signifikanten Nettonutzen.

Die Einschränkungen retrospektiver Studien, einschließlich potenzieller Verzerrungen durch pandemiebedingte Einflüsse, müssten berücksichtigt werden, so der Hinweis der Autoren. (ins)