Gastrointestinale Tumoren erkennen und behandeln: Wie kann Künstliche Intelligenz sinnvoll genutzt werden?

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Der Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) kann die Behandlung und Gesundheitsversorgung von Patienten mit gastrointestinalen Tumoren maßgeblich verbessern. Doch über das konkrete wie und wo herrschen derzeit noch Unklarheiten.

Eine systematische Übersichts­arbeit der University of Oklahoma Health Sciences hat sich mit dem Einsatz von KI in der gastrointestinalen Onkologie befasst. Das Team um Erstautor Dr. Luke Sorensen führte umfassende Datenbank-Recherchen durch und identifizierte 3730 Studien, in denen KI zur Behandlung gastrointestinaler Tumoren angewendet wurde. Davon erfüllten 27 randomisierte, kontrollierte Studien (RCT), die zwischen 2019 und 2023 veröffentlicht worden waren und insgesamt 29.895 Patienten umfassten, die Einschlusskriterien. Elf Studien wurden allein im Jahr 2023 publiziert.

Grundlage für weitere Untersuchungen

Die Forschenden verzeichneten nicht nur den aktuellen Anstieg der Anzahl von RCTs, die sich mit KI befassen, sondern identifizierten auch die spezifischen Bereiche, in denen sie zum Einsatz kommt. Kolorektale Malignome machten mit 23 Studien den Großteil der Literatur aus (85%), drei Studien konzentrierten sich auf Magenkrebs (11%) und eine auf das Hepato­zelluläre Karzinom (4%).

In 25 RCTs (93%) wurde primär die Erkennung von Läsionen oder Krebs im gesamten Gastrointestinaltrakt mittels Endoskopie oder Ultraschall untersucht. Die übrigen konzentrierten sich auf die Algorithmus-basierte KI-Unter­stützung bei der postoperativen Schmerzbehandlung oder histologischen Diagnose. Insgesamt erreichten 22/27 Studien (81%) ihren primären Endpunkt mit einem statistisch signifikanten Ergebnis.

„Die Erkenntnisse aus dieser Übersichtsarbeit sollten als Grundlage für weitere Untersuchungen dienen, um innovative KI-Anwendungen zu entwickeln“, bilanzieren die Autoren. So könnten die Gesundheitsversorgung verbessert und die Ergebnisse für Patienten optimiert werden.

(mkl)