Genetikerin der Hochschule Geisenheim erhält renommiertes Marie Skłodowska-Curie Stipendium der EU22. April 2025 Dr. Hannah Robinson. (Bild: Hochschule Geisenheim/Marilena Schulte) Hannah Robinson, Postdoktorandin im Institut für Pflanzenzüchtung, wurde ein Marie Skłodowska-Curie Actions (MSCA) Postdoctoral Fellowship bewilligt. Das begehrte Forschungsstipendium der Europäischen Union wird herausragenden Wissenschaftler für innovative Forschungsansätze verliehen. Robinson ist seit Juli 2024 als Genetikerin im Institut für Pflanzenzüchtung der Hochschule Geisenheim tätig. Unter Leitung von Prof. Kai Voss-Fels arbeitet die junge Australierin mit ihren Institutskollegen daran, den Züchtungsprozess von wichtigen wein- und gartenbaulichen Kulturen zu beschleunigen. “Aktuell dauert es ca. 25 Jahre von der Kreuzung bis zur Zulassung neuer Rebsorten. Dieser Prozess ist viel zu langsam, wenn man bedenkt, wie schnell sich die klimatischen Bedingungen derzeit verändern und wie rasch die Bevölkerung wächst“, erklärt Robinson die Dringlichkeit ihrer Forschungstätigkeit. Das Ziel: Züchtungsmethoden verbessern Durch moderne Technologien versuchen die Wissenschaftler im Institut für Pflanzenzüchtung schon im Vorhinein zu ermitteln, welcher Partner der passende ist, um auf kürzestem Weg zur Pflanze mit den gewünschten Eigenschaften zu kommen. Dazu wird zum Beispiel die DNA der Pflanzen analysiert und mit einem Pool aus DNA-Informationen abgeglichen. Robinson möchte die Vorhersagemethoden in der Pflanzenzüchtung weiter verbessern, indem sie neben der Genomik weitere Forschungsgebiete mit einbezieht, unter anderem die Phänotypisierung und die Epigenetik. Für dieses Forschungsvorhaben erhielt sie nun das MSCA-Stipendium, mit dem die Europäische Union Postdoktorand:innen unterstützt, die ihre Fähigkeiten durch Fortbildung und internationale Mobilität verbessern möchten. „Für meine wissenschaftliche Karriere ist es eine tolle Chance, aus meiner Heimat Australien nach Europa kommen zu können, um hier zu forschen und berufliche Netzwerke aufzubauen,“ freut sich Robinson. An der Hochschule Geisenheim gefällt ihr besonders, dass sie direkt in den Weinbergen forschen kann. „In Australien musste ich mehrere Stunden fahren, um zu den Versuchsflächen zu gelangen“, erzählt sie. An der University of Queensland promoviert Robinson hat an der University of Queensland zu molekularer Getreidezüchtung promoviert und arbeitete danach bei Intergrain, einem der führenden australischen Saatgutunternehmen. Zusätzlich ist sie Honorarprofessorin an der University of Queensland. „Hannah Robinson ist mit ihrer Expertise auf dem Gebiet der Quantitativen Genetik eine großartige Bereicherung für unser Team,“ bekräftigt Voss-Fels, Leiter des Instituts für Pflanzenzüchtung. „Wir haben uns in Australien kennengelernt und ich habe schon damals versucht, sie für die Hochschule Geisenheim zu gewinnen. Ich freue mich sehr, dass es geklappt hat. Das MSCA-Stipendium ist eine große Auszeichnung für einen Forschenden und absolut verdient.“
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