Häufige Ursachen für eine Nierentherapie bei Neugeborenen10. Juli 2023 Foto: © mindfullness – stock.adobe.com In einer aktuellen Studie haben US-amerikanische Wissenschaftler die Prävalenz und die klinischen Merkmale von Neugeborenen untersucht, die eine Nierenersatztherapie (kidney replacement therapy, KRT) erhalten. Danach sind angeborene Herzerkrankungen und angeborene Anomalien der Nieren und ableitenden Harnwege die wichtigsten Diagnosen bei Neugeborenen, bei denen eine KRT durchgeführt wird. Für ihre Studie verwendeten die Forscher den Datensatz des National Inpatient Sample für die Jahre 2000–2017. Von insgesamt 64.532.552 hospitalisierten Neugeborenen schlossen sie 4281 in ihre Studie ein, die eine KRT erhielten. Zur Beurteilung der Prävalenz führten die Experten eine Trendanalyse mit dem Cochran-Armitage-Test durch. Von den eingeschlossenen Säuglingen wurden 2501 (58,4 %) mit Peritonealdialyse (PD) behandelt, 997 (23,3 %) erhielten eine Hämodialyse (HD) und 783 (18,3 %) eine kontinuierliche KRT (CKRT). Zu den Diagnosen gehörten angeborene Nierenanomalien (37,4 % vs. 15 % vs. 9,5 %), Anomalien der Harnwege (35 % vs. 12,5 % vs. 6,3 %) und angeborene Herzfehler (68 % vs. 25,7 % vs. 72,3 %). Die mediane Aufenthaltsdauer im Krankenhaus war bei den PD-Patienten am längsten (39 Tage vs. 18 Tage vs. 26 Tage). Die Kosten des Krankenhausaufenthaltes waren jedoch bei den CKRT-Patienten am höchsten (490.916 US-Dollar vs. 218.514 US-Dollar vs. 621.554 US-Dollar). In der gesamten Kohorte hatten 54.424 Neugeborene ein akutes Nierenversagen (AKI). Von ihnen starben 16.999 (31 %). Es erhielten 2688 (4,9 %) der Säuglinge mit AKI eine KRT. Während des Studienzeitraums stieg die Inanspruchnahme von PD (von 0,042 auf 0,06 %) und CKRT (von 0,03 auf 0,21 %), während der Trend zur HD abnahm (von 0,021 auf 0,013 %). Eine Peritonealdialyse (PD) werde häufiger eingesetzt als eine Hämodialyse (HD) und kontinuierliche KRT (CKRT). Im Laufe der Zeit habe die Inanspruchnahme einer PD und CKRT zugenommen. Es erhielten weniger als fünf Prozent der mit AKI diagnostizierten Säuglinge eine KRT, fassen die Autoren vom Cleveland Clinic Childrens Hospital und der Michigan State University (beide USA) zusammen. (jh)
Mehr erfahren zu: "Antimykotika in der Schwangerschaft mit Veränderungen fetaler Hormonproduktion assoziiert" Antimykotika in der Schwangerschaft mit Veränderungen fetaler Hormonproduktion assoziiert Die Anwendung gängiger Azol-Antimykotika während der Schwangerschaft ist mit Veränderungen der fetalen Steroidhormonproduktion und der reproduktiven Entwicklung assoziiert.
Mehr erfahren zu: "Durchschnittlicher Zusatzbeitragssatz der Kassen bleibt stabil bei 2,9 Prozent" Durchschnittlicher Zusatzbeitragssatz der Kassen bleibt stabil bei 2,9 Prozent Der GKV-Schätzerkreis hat seine Prognosen für die finanziellen Rahmenbedingungen für 2027 abgegeben. Der Bundesgesundheitsminister wertet es als Erfolg des GKV-Spargesetzes, die KBV übt daran weiter Kritik.
Mehr erfahren zu: "Kinderschutz in O & U: Vom Verdacht zur Handlung – Strukturiertes Vorgehen im Alltag" Kinderschutz in O & U: Vom Verdacht zur Handlung – Strukturiertes Vorgehen im Alltag Kaum eine Fachdisziplin sieht körperliche Gewalt gegen Kinder so früh wie die Orthopädie und Unfallchirurgie – und kaum eine steht dabei so oft vor derselben Frage: Verletzung behandeln – Verdacht […]