Hepatitis B: Behandlung mit Besifovir könnte die Nieren- und Knochengesundheit verbessern25. März 2025 Foto: © MP-Studio/stock.adobe.com Eine neue Studie der Korea University, Südkorea, zeigt, dass bei der Langzeitbehandlung von Hepatitis B die Umstellung von Tenofovirdisoproxilfumarat auf Besifovir die Nieren- und Knochengesundheit verbessern könnte. Das antivirale Tenofovirdisoproxilfumarat (TDF) ist derzeit die am häufigsten eingesetzte Behandlung von Chronischer Hepatitis B (CHB), erklären die Autoren. Eine Langzeitbehandlung mit TDF führt jedoch zu einer allmählichen Verschlechterung der Nierenfunktion und der Knochengesundheit, sodass die Erforschung sichererer Langzeitbehandlungsoptionen erforderlich ist, betonen sie. Besifovirdipivoxilmaleat (BSV) ist ein weiteres Medikament, das in einer klinischen Studie der Stufe 3 eine mit TDF vergleichbare antivirale Wirksamkeit zeigte und die Nieren- und Knochensicherheit der behandelten Patienten verbesserte. Diese Studie wurde jedoch an Personen durchgeführt, die noch nie gegen CHB behandelt worden waren – in der Praxis werden die meisten Patienten mit CHB bereits, möglicherweise seit mehreren Jahren, mit TDF behandelt. Um diese Einschränkung zu beheben, untersuchte ein multizentrisches Forschungsteam unter der Leitung von Dr. Hyung Joon Yim von der Korea University, Südkorea, Rahmen einer klinischen Studie der Stufe 4 die Auswirkungen der Umstellung von Langzeit-TDF auf das antivirale BSV bei Patienten mit CHB. Die Ergebnisse wurden in der Fachzeitschrift „Clinical and Molecular Hepatology“ veröffentlicht. Keine antivirale Resistenz In die Studie wurden 153 Patienten mit CHB aufgenommen, die 48 Wochen oder länger mit TDF behandelt wurden. Diese Patienten wurden anschließend nach dem Zufallsprinzip ausgewählt, um für weitere 48 Wochen entweder BSV oder TDF zu erhalten. Das erste Ziel dieser Studie bestand darin, die antivirale Wirksamkeit von BSV gegenüber TDF zu bestätigen. Dies wurde durch Messung der HBV-DNA-Menge im Blut der Patienten überprüft. Die Studie ergab, dass 100 Prozent der mit BSV bzw. 98,5 Prozent der mit TDF behandelten Patienten, die ihre Behandlung abgeschlossen hatten, eine virologische Reaktion gegen HBV zeigten, wobei sehr niedrige Viruskonzentrationen im Blut selbst mit sensitiven Tests nicht nachweisbar waren. „Wir stellten auch keine antivirale Resistenz nach der Umstellung von TDF auf BSV fest“, berichtet Yim. Höhere geschätzte glomeruläre Filtrationsrate Noch wichtiger ist, so die Forscher, dass Patienten, die auf BSV umgestellt wurden, im Durchschnitt eine höhere prozentuale Veränderung eines Parameters namens geschätzte glomeruläre Filtrationsrate aufwiesen, was auf eine verbesserte Nierenfunktion hindeutet. Die mit BSV behandelte Gruppe wies zudem eine höhere Knochendichte in Hüfte und Wirbelsäule auf, was auf eine verbesserte Knochenstärke hindeutet. „Diese Ergebnisse zeigen, dass die Nebenwirkungen einer langfristigen TDF-Behandlung möglicherweise reversibel sind, da sich nach der Umstellung auf BSV die Nierenfunktion und die Knochendichte verbessern“, sagt Yim und unterstreicht das Potenzial von BSV als sicherere Langzeittherapie für Hepatitis B. „Es scheint, dass eine Langzeitbehandlung mit BSV eine sinnvolle Option für Patienten mit CHB darstellt“, fügt er abschließend hinzu.
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