Hepatozelluläres Karzinom: Chirurgische Resektion bei kleinen Tumoren der Radiofrequenzablation nicht überlegen28. November 2025 Abbildung: © Crystal light/stock.adobe.com Forschende um Dr. Yoshikuni Kawaguchi von der Universität Tokio haben eine randomisierte kontrollierte Studie (SURF-RCT) durchgeführt, um die Wirksamkeit von chirurgischer Resektion versus Radiofrequenzablation (RFA) beim Hepatozellulären Karzinom (HCC) zu bewerten. Gleichzeitig wurden Patienten, die der Randomisierung widersprachen, in eine nicht randomisierte prospektive Beobachtungsstudie (SURF-Kohorte) aufgenommen. Die Studien wurden an 49 Einrichtungen in Japan durchgeführt. Einschlusskriterien waren ein größter HCC-Durchmesser von höchstens 3 cm und bis zu drei HCC-Knoten. Koprimäre Endpunkte waren das rezidivfreie Überleben (RFS) und das Gesamtüberleben (OS). Nun wurden die finalen Analysen des OS sowie des aktualisierten RFS vorgestellt. Zwischen 2009 und 2015 wurden 1094 Patienten registriert. Nach Ausschluss ungeeigneter Patienten wurden 302 in die SURF-RCT (Operation n=150; RFA n=152) bzw. 753 in die SURF-Kohortenstudie (Operation n=382; RFA n=371) aufgenommen. In der SURF-RCT-Studie hatten 90 Prozent der Patienten ein solitäres HCC und etwa 65 Prozent einen HCC-Durchmesser von höchstens 2,0 cm. Schwerwiegende Nebenwirkungen traten bei 3,3 Prozent der Patienten in der Operationsgruppe auf, in der RFA-Gruppe keine. Die Rate des Fünf-Jahres-Gesamtüberlebens berechneten die Autoren mit 74,6 Prozent in der Operationsgruppe und 70,4 Prozent in der RFA-Gruppe (Hazard Ratio [HR] 0,96; angepasstes p=0,84). Das Fünf-Jahres-RFS betrug 42,9 Prozent in der Operationsgruppe und 42,7 Prozent in der RFA-Gruppe (HR 0,90; angepasstes p=0,84). In der Operationsgruppe traten bei 86 Patienten Rezidive auf: 14 (16,3%) wurden operiert und 50 (58,1%) einer RFA unterzogen. In der RFA-Gruppe erlitten 95 Patienten einen Rückfall: Acht (8,4%) wurden operiert und 55 (57,9%) einer RFA unterzogen. In der SURF-Kohortenstudie waren die Basisfaktoren zwischen den Gruppen unausgewogen. Nach Anpassung mittels inverser Wahrscheinlichkeit der Behandlungsgewichtung zeigten Gesamtüberleben und rezidivfreies Überleben keine signifikanten Unterschiede (p=0,77 und p=0,08). Die SURF-Studie konnte daher nicht zeigen, dass die Operation bei kleinen HCC der RFA überlegen ist. (lj/sf)
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