Hidradenitis suppurativa: CD2-Blockade als potenzielle Therapieoption?29. November 2024 © Yurii Kibalnik – stock.adobe.com (Symbolbild) Ein Team der Clemson University identifizierte neue Immunmechanismen bei Hidradenitis suppurativa. Die Ergebnisse, die in der Fachzeitschrift „PNAS“ veröffentlicht wurden, könnten die Entwicklung neuer Therapieansätze ermöglichen. Hidradenitis suppurativa (HS) ist eine Immunkrankheit, von der bis zu 4 Prozent der Weltbevölkerung betroffen sind und die schmerzhafte, immer wiederkehrende Hautläsionen und Entzündungen, vor allem in den Hautfalten, verursacht. Shahid Mukhtar und sein Team – Bharat Mishra, Nilesh Kumar und der Doktorand YiFei Gou – verwendeten Einzelzell-Sequenzierungstechniken, um CD2 als wichtigen Immunrezeptor mit erhöhter Expression auf T-Zellen und angeborenen lymphoiden Zellen (ILCs), einschließlich natürlicher Killerzellen, in HS-befallenem Hautgewebe zu identifizieren. In Zusammenarbeit mit Forschenden der University of Alabama in Birmingham wies Mukhtars Team anhand von Experimenten mit organotypischen Hautkulturen von HS-Patienten nach, dass die Blockade von CD2 zu einer deutlichen Verringerung der Zytokin- und Chemokinproduktion sowie zur Unterdrückung pathogener Gensignaturen führt. Damit könnte die CD2-Blockade einen potenziellen neuen therapeutischen Weg zur Behandlung der Symptome und zur Verbesserung der Lebensqualität der Betroffenen darstellen. Gou hofft, die Einzelzelltranskriptomik mit globalen Protein-Protein-Interaktionen unter Verwendung kontextbezogener KI weiter zu integrieren. Dieser Ansatz zielt darauf ab, das Verständnis zellulärer Netzwerke und Krankheitsmechanismen zu verbessern und die Grenzen der Präzisionsmedizin für immunbedingte Krankheiten wie HS voranzutreiben. „Unser integrativer Ansatz, der Einzelzelldaten mit molekularen Erkenntnissen kombiniert, zeigt das transformative Potenzial von Multiomics bei der Entdeckung neuer therapeutischer Ziele“, so Mukhtar. „Diese Ergebnisse vertiefen unser Verständnis von HS und eröffnen neue Wege für die Entwicklung gezielter Therapien bei HS und anderen immunbedingten Erkrankungen.“
Mehr erfahren zu: "Laborgenerierte Hautorganoide als Modell für kutane Mikrovaskulatur" Laborgenerierte Hautorganoide als Modell für kutane Mikrovaskulatur Laborgezüchtete Hautorganoide können komplexe Blutgefäßnetzwerke bilden, auf Entzündungsreize reagieren und verletzte Gefäße erneuern. Das eröffnet neue Perspektiven für die regenerative Medizin und Gefäßforschung.
Mehr erfahren zu: "Ärztetag legt Konzept für „stabile Gesundheitsversorgung in Zeiten des Wandels“ vor" Ärztetag legt Konzept für „stabile Gesundheitsversorgung in Zeiten des Wandels“ vor Der 130. Deutsche Ärztetag in Hannover hat den Gesetzgeber in einem mit großer Mehrheit gefassten Beschluss aufgefordert, die vorgesehenen Sparmaßnahmen „sauber auszutarieren“. Für ein zukunftsfestes Gesundheitswesen legt der Ärztetag zudem […]
Mehr erfahren zu: "Zi: Hausarzt-Facharzt-Vermittlung sichert schnellen Zugang zur Versorgung" Zi: Hausarzt-Facharzt-Vermittlung sichert schnellen Zugang zur Versorgung Laut Zentralinstitut für die Kassenärztliche Versorgung (Zi) sorgt die Hausarzt-Facharzt-Vermittlung über die Terminservicestellen für schnelle Termine in dringenden Fällen. 62 Prozent der so vermittelten Termine fanden innerhalb von vier Tagen […]