Hirnforschungszentrum CoBIC offiziell eröffnet18. März 2025 Dr. Franziska Frank, Assistenzärztin an der Klinik für Neurologie der Universitätsmedizin Frankfurt, untersucht am CoBIC Patienten, die nach einem Schlaganfall Gedächtnisprobleme haben, im MRT. (Quelle: © Uwe Dettmar | Goethe-Universität Frankfurt) In einem Festakt eröffnete der hessische Finanzminister Prof. R. Alexander Lorz am 13. März das Cooperative Brain Imaging Center (CoBIC) auf dem Campus Niederrad der Goethe-Universität Frankfurt. Das CoBIC ermöglicht mit einer Vielzahl hochmoderner Technologien, die Funktionsweise des Gehirns besser zu verstehen und Therapien für neurologische und psychiatrische Erkrankungen zu entwickeln. Die Geräte sind eingebaut, die Büros sind eingerichtet und rund 100 Wissenschaftler haben das neue Gebäude bereits bezogen. Am 13. März wurde das neue Cooperative Brain Imaging Center – kurz CoBIC – auf dem Campus Niederrad der Goethe-Universität dann auch offiziell eröffnet. Der Neubau der Goethe-Universität wurde zusammen mit der Max-Planck-Gesellschaft (MPG) für das Max-Planck-Institut für empirische Ästhetik (MPIEA) und dem Ernst Strüngmann Institut (ESI) finanziert und nunmehr mit Leben gefüllt. Die Gesamtkosten für Bau und Ersteinrichtung belaufen sich auf rund 25 Millionen Euro, die überwiegend aus Mitteln des Landes Hessen bestritten wurden. Weitere rund 12 Millionen Euro für Großgeräte wurden durch die Max-Planck-Gesellschaft und die Goethe-Universität getragen. Aufbauend auf dem Brain Imaging Center der Goethe-Universität stellt das CoBIC nicht nur Forschungsinfrastruktur zur Verfügung, sondern fördert auch durch die enge inhaltliche und räumliche Verzahnung von grundlagenwissenschaftlichen Instituten einerseits und der Universitätsmedizin Frankfurt andererseits die interdisziplinäre bildgebende Forschung in den Neurowissenschaften. Dazu ist das Zentrum mit drei Magnetresonanztomographen ausgestattet – zwei 3-Tesla-MRT-Scannern und einem 7-Tesla-Ultrahochfeld-MRT – sowie weiteren Geräten, mit denen sich Hirnaktivität nicht nur räumlich, sondern auch zeitlich hoch aufgelöst untersuchen lässt. Forschungsschwerpunkte des CoBIC sind die zerebralen Grundlagen von Sprache und Gedächtnis, von neurologischen und psychiatrischen Erkrankungen sowie die neuronalen Mechanismen, die dem menschlichen Können, dem Erwerb von Fähigkeiten und der Kreativität zugrunde liegen – letzteres insbesondere am Beispiel von Musik. Bei der Eröffnungsfeier griffen die Gäste und Mitarbeitenden des CoBIC das Forschungsthema musikalisch auf: Sie bildeten ein Glöckchenorchester und intonierten Beethovens „Ode an die Freude“. Dabei wurden sie von einem an die Wand projizierten Gehirn „dirigiert“.
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