Hypertensive Schwangerschaftserkrankungen: Activin-A-Spiegel als Risikomarker1. August 2018 © llhedgehogll – fotolia.com Frauen mit hypertensiven Schwangerschaftserkrankungen haben bekanntlich ein erhöhtes Risiko für nachfolgende Herzinsuffizienz und kardiovaskuläre Erkrankungen, verglichen mit Frauen, die in der Schwangerschaft einen normalen Blutdruck aufweisen. Die Mechanismen, die diesen Befunden zugrunde liegen, sind bisher nicht bekannt. Allerdings sind erhöhte Spiegel des Biomarkers Activin A mit einer Dysfunktion des Myokards in Verbindung gebracht worden und könnten prädiktiven Wert besitzen. Prof. Sajid Shahul von der University of Chicago und Kollegen stellten die Hypothese auf, dass erhöhte antepartale Spiegel von Acitivin A bei Frauen mit hypertensiver Schwangerschaftserkrankung mit postpartaler kardialer Dysfunktion korrelieren. Daher untersuchten sie prospektiv 85 Frauen, um zu bestimmen, ob erhöhte Aktivin-A-Spiegel vor der Geburt 1 Jahr nach der Geburt mit postpartaler Dysfunktion assoziiert waren, gemessen anhand des globalen longitudinalen Strains. Bei 32 Patientinnen sei eine Präeklampsie diagnostiziert worden, bei 28 eine Schwangerschafts- oder chronische Hypertonie und bei den übrigen habe es sich um normotensive Kontrollen gehandelt, schreiben die Autoren. Die Activin-A-Spiegel bestimmten sie im 3. Trimenon vor bzw. 1 Jahr nach der Geburt. Echokardiogramme inklusive der Messung des globalen longitudinalen Strains erfolgten bei Aufnahme in die Studie und 1 Jahr nach der Geburt. Wie den Ergebnissen zu entnehmen ist, korrelierten die antepartalen Activin-A-Spiegel mit einem sich verschlechternden antepartalen globalen longitudinalen Strain (r=0,70; p=0,0001). In der gesamten Kohorte waren erhöhte antepartale Activin-A-Spiegel mit der Entwicklung eines anomalen globalen longitudinalen Strain nach einem Jahr assoziiert (C-Statistic 0,74; p=0,004). Der Zusammenhang sei nach multivariabler Adjustierung nach klinisch relevanten Störfaktoren relevant geblieben, ergänzen die Wissenschaftler (C-Statistic 0,93; p=0,01). Zudem hätten die postpartalen Activin-A-Spiegel mit einem steigenden linksventrikulären Massenindex (p=0,02), steigenden mittleren arteriellen Drücken (p=0,02) und abnehmenden E‘-Werten (p=0,01) korreliert. Fazit Activin A könnte ein nützliches Instrument sein, um Patientinnen zu identifizieren, die gefährdet sind, postpartal eine kardiovaskuläre Erkrankung zu entwickeln, so das Fazit der Autoren. Autoren: Shahul S et al. Korrespondenz: [email protected] Studie: Activin A and Late Postpartum Cardiac Dysfunction Among Women With Hypertensive Disorders of Pregnancy Quelle: Hypertension 2018 May 29. pii: HYPERTENSIONAHA.118.10888. Web: dx.doi.org/10.1161/HYPERTENSIONAHA.118.10888
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