In-vitro-Fertilisation: Akupunktur kann Stress, Schmerzen und Angst reduzieren16. Juli 2025 Foto: © geargodz/stock.adobe.com Eine aktuelle US-Studie ergab, dass ganzheitliche traditionelle chinesische Medizin (WS-TCM) wie Akupunktur im Rahmen einer In-vitro-Fertilisation (IVF) das von Patienten berichtete Stress-, Schmerz- und Angstniveau deutlich verbessern kann. Die Forschung ist nach Angaben der Wissenschaftler der University Hospitals Connor Whole Health und der Case Western Reserve University School of Medicine, beide USA, eine der ersten, die die praktische Integration von WS-TCM-Behandlungen wie Akupunktur in einer Fruchtbarkeitsklinik eines US-amerikanischen Universitätsklinikums beschreiben. Die retrospektive Studie analysierte 1896 WS-TCM-Behandlungen, die im Rahmen von 202 Embryotransfers bei 146 Patienten zwischen 2019 und 2022 durchgeführt wurden. Die Ergebnisse wurden in der Fachzeitschrift „Global Advances in Integrative Medicine and Health“ veröffentlicht. Messbare Symptomlinderung Forscher fanden heraus, dass 88,6 Prozent der IVF-Zyklen am Tag des Embryotransfers eine WS-TCM-Behandlung beinhalteten. Darüber hinaus umfassten 64,9 Prozent der Zyklen Behandlungen in den Wochen vor dem Embryotransfer. Da WS-TCM-Praktiker weiterhin in US-amerikanischen Fruchtbarkeitszentren integriert sind, liefert diese Studie umfassende Daten darüber, wann Behandlungen stattfanden, wie viele Behandlungen durchgeführt wurden und welche spezifischen Akupunkturpunkte genutzt wurden, um auf die Bedürfnisse von Frauen während der IVF einzugehen. Im Gesamtergebnis zeigte sich, dass Patienten, die sich einer IVF unterzogen und WS-TCM-Behandlungen, darunter Akupunktur, Lebensstil- und Ernährungsberatung sowie Kräutermedizin, erhielten, eine messbare Symptomlinderung erfuhren. Die Studie ergab klinisch bedeutsame Verbesserungen nach einer einzigen Behandlung mit einer durchschnittlichen Reduktion von 2,2 Einheiten bei Angstzuständen, 2,1 Einheiten bei Stress und 1,4 Einheiten bei Schmerzen auf einer 10-Einheiten-Skala. Angstzustände im Fokus Die Ergebnisse unterstützen laut den Forschern den Einsatz der WS-TCM zur Linderung der Symptome von Patienten, die mit den schweren emotionalen und körperlichen Herausforderungen einer IVF-Behandlung konfrontiert sind. Über 25 Prozent der untersuchten Patienten hatten dokumentierte psychische Erkrankungen, wobei Angstzustände am häufigsten auftraten. Integrative Behandlungen wie die WS-TCM können daher das Patientenerlebnis während der IVF-Behandlung verbessern. Diese Erkenntnisse ergänzen eine wachsende Zahl von Forschungsergebnissen, die die Wirksamkeit von Akupunktur und anderen WS-TCM-Methoden zur Verbesserung der IVF-Erfolgsraten belegen, betonen die Autoren. „Unsere Studie zeigt, dass Akupunktur und ganzheitliche TCM wertvolle Instrumente zur Linderung von Schmerzen, Stress und Ängsten sein können – und so letztendlich sowohl zu besseren Behandlungsergebnissen als auch zu einem positiveren, ganzheitlicheren Patientenerlebnis beitragen“, kommentiert Studienleiterin Dr. Christine Kaiser die Ergebnisse.
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