Bei Babys von Müttern mit Endometriose ist das Risiko für angeborene Anomalien höher14. Mai 2026 Symbolbild © Ananass/stock.adobe.com Laut einer neuen Studie im „Canadian Medical Association Journal“ besteht für Babys von Frauen mit Endometriose ein geringes, aber signifikant erhöhtes Risiko für angeborene Anomalien. Endometriose ist eine oft schmerzhafte chronisch-entzündliche Erkrankung, bei der endometriumähnliches Gewebe außerhalb der Gebärmutter wächst. Sie betrifft jede zehnte Frau im gebärfähigen Alter und kann die Fruchtbarkeit beeinträchtigen. Die populationsbasierte Studie umfasste Daten des ICES zu mehr als 1,4 Millionen Geburten in Ontario, von denen 33.619 Säuglinge von Patientinnen mit Endometriose waren. Insgesamt wurden 2120 (6,3 %) Säuglinge mit einer Art von angeborener Anomalie von einer Patientin mit Endometriose geboren, verglichen mit 77.094 (5,4 %) bei Personen ohne diese Erkrankung. Endometriose war mit einem erhöhten Risiko für kardiovaskuläre, gastrointestinale, genitale und muskuloskelettale Anomalien sowie für Neoplasien und Tumoren verbunden, was nur teilweise auf eine Fertilitätsbehandlung zurückgeführt werden konnte. Die Autoren weisen allerdings darauf hin, dass das Risiko nach wie vor gering ist. „Obwohl wir einen moderaten relativen Anstieg des Risikos beobachteten, blieb das absolute Risiko für angeborene Anomalien bei Säuglingen von Patientinnen mit Endometriose gering, da angeborene Anomalien selten sind“, schreibt Bailey Milne von der Queen’s University in Kingston, Ontario, gemeinsam mit den Mitautoren. (lj/BIERMANN) Auch interessant zum Thema Endometriose: Warum die Diagnose von Endometriose oft viele Jahre dauert Der Lebensstil kann den Schweregrad der Endometriose-Symptome beeinflussen
Mehr erfahren zu: "Psychische und urogenitale Wechseljahresbeschwerden unabhängig vom Zeitpunkt der Menopause ähnlich" Psychische und urogenitale Wechseljahresbeschwerden unabhängig vom Zeitpunkt der Menopause ähnlich Eine neue Studie zeigt, dass Wechseljahresbeschwerden sowohl bei Frauen mit einer Menopause im durchschnittlichen Alter als auch bei Frauen mit prämaturer Ovarialinsuffizienz (POI) häufig auftreten und oft stark ausgeprägt sind. […]
Mehr erfahren zu: "Auch bei fortgeschrittenem Krebs: Intervalltraining mobilisiert Immunzellen" Auch bei fortgeschrittenem Krebs: Intervalltraining mobilisiert Immunzellen Eine aktuelle Essener Studie zeigt, dass bereits ein einziges 20-minütiges hochintensives Intervalltraining (kurz: HIIT) wichtige Immunzellen im Blut vorübergehend ansteigen lässt − sowohl bei gesunden Menschen als auch bei 20 […]
Mehr erfahren zu: "ÄKWL: „GKV-Stabilisierungsgesetz grundlegend nachbessern“" ÄKWL: „GKV-Stabilisierungsgesetz grundlegend nachbessern“ Die Ärztekammer Westfalen-Lippe (ÄKWL) fordert, das GKV-Beitragsstabilitätsgesetz grundlegend nachzubessern. Die Stabilisierung dürfe nicht durch pauschale Kürzungen zulasten der ambulanten und stationären Versorgungsstrukturen erfolgen.