Innovationspreis Dermatologie 20227. Juli 2022 Stifter und Gewinner des Innovationspreises Dermatologie 2022 (v.l.): Dr. med. Uwe Schwichtenberg, BVDD, Dr. med. Sophia Bender-Säbelkampf, Universitätshautklinik Erlangen, Dr. med. Cara Symanzik, Institut für interdisziplinäre Dermatologische Prävention und Rehabilitation (iDerm), Prof. Dr. med. Hagen Ott, Pädiatrische Dermatologie und Allergologie des Kinder- und Jugendkrankenhauses Auf der Bult in Hannover, Prof. Dr. med. Swen Malte John, iDerm, und MarieLuise Beyer, Professor Paul Gerson Unna Akademie. Foto: Copyright Anna Riehl/BVDD Erstmals drei neue Konzepte für eine bessere Versorgung ausgezeichnet Bereits zum zwölften Mal wurde dieses Jahr im Rahmen der Fachtagung „DERM“ in Frankenthal der Innovationspreis Dermatologie vergeben. Aufgrund der Vielzahl an zukunftsweisenden Einreichungen gab es aber eine Besonderheit. Erstmals wurden drei Projekte mit einem Preisgeld von insgesamt 9.000 Euro ausgezeichnet. Prof. Dr. med. Hagen Ott, Hannover, für die „Outreach Nurse für Schmetterlingskinder“, Dr. med. Sophia Bender-Säbelkampf, Erlangen, für ein „Palliativmedizinisches Integrationsmodell beim Melanom“ sowie Prof. Dr. med. Swen Malte John und Dr. med. Cara Symanzik, Osnabrück, für „CARE+eHealth“ sind die Preisträger 2022. Die Auszeichnung des Berufsverbandes der Deutschen Dermatologen e.V. (BVDD) wird in Kooperation mit der Professor Paul Gerson Unna Akademie e.V. vergeben. Zur Teilnahme aufgerufen sind jedes Jahr Dermatologinnen und Dermatologen mit Ideen für innovative Ansätze in der Patientenversorgung. Innovative Versorgungskonzepte für Kinder, Melanompatienten und Pflegepersonal. Die erste und bislang einzige Outreach Nurse für Kinder mit unheilbaren genetischen Hauterkrankungen hat im Rahmen dieses mit dem Platz 1 prämierten Projektes Eltern und Klinikmitarbeiter im Wundmanagement in zahlreichen Kliniken und vor Ort zu Hause angeleitet. Darüber hinaus leistet sie wichtige Aufklärungsarbeit an Kindergärten und Schulen. Prof. Dr. med. Hagen Ott, Chefarzt der Pädiatrischen Dermatologie, Krankenhaus „Auf der Bult“, Hannover, ermöglicht mit diesem Projekt, dass die Belastung für Familien und betreuende Teams in den Geburtskliniken reduziert und die Krankheitsbewältigung im Alltag verbessert wird. Im Mittelpunkt des mit dem 2. Platz ausgezeichneten Projektes steht das Palliativmedizinische Integrationsmodell beim Melanom (PaM) mit der Erfassung eines zeitgerechten palliativmedizinischen Bedarfs sowie einer Versorgungsplanung anhand von objektivierbaren, zur Verfügung stehenden Parametern. Projektleiterin Dr. med. Sophia Bender-Säbelkampf, Universitätsklinikum Erlangen, verbessert damit die Versorgungsqualität und Lebenszeit der Betroffenen. Das CARE+eHealth Projekt von Prof. Dr. med. Swen Malte John und Dr. med. Cara Symanzik, iDerm, Osnabrück, auf Platz 3 unterstützt die Versorgung von Pflegenden mit Hautekzemen während und nach der COVID-19-Pandemie. Das Konzept mit Aufklärung und Schulung per eHealth und Versorgung mit Handpflegeprodukten kann die Hautgesundheit bei Pflegenden signifikant verbessern. „Uns haben diese Bewerbungen überzeugt, weil sie zeigen, wie mit Einfallsreichtum Versorgungslücken für drei stark belastete Patientengruppen – wie Kinder mit seltenen angeborenen Hauterkrankungen, Melanompatienten und hautkranke Pflegende – geschlossen werden können. Wir würden uns freuen, wenn die Projekte auch Anregungen für weitere innovative Ansätze in der Dermatologie geben.“, erläutert Dr. med. Ralph von Kiedrowski, Präsident des BVDD, die Auswahl der Gewinnerprojekte. Matthias Scheller, Vorsitzender der Professor Paul Gerson Unna Akademie e.V., ergänzt: „Bei der Vielzahl an hervorragenden Bewerbungen ist uns die diesjährige Entscheidung besonders schwergefallen. Wir sind begeistert vom großen Engagement der Preisträger und dem hohen Innovationscharakter ihrer Projekte.“ Weitere Informationen: www.unna-akademie.de
Mehr erfahren zu: "Ernährung in der Schwangerschaft mit Koliken und Ekzem beim Säugling assoziiert" Ernährung in der Schwangerschaft mit Koliken und Ekzem beim Säugling assoziiert Die Ernährung in der Schwangerschaft könnte mit dem gemeinsamen Auftreten von Ekzem und Koliken beim Säugling zusammenhängen. Darauf deuten Daten der Project-Viva-Studie aus den USA hin.
Mehr erfahren zu: "Das „Durchschnitts-Genom“ und seine Bedeutung für die genetische Diagnostik" Das „Durchschnitts-Genom“ und seine Bedeutung für die genetische Diagnostik Britische Forschende haben das „durchschnittliche“ menschliche Genom charakterisiert. Ihre Studie liefert wichtige Erkenntnisse zur normalen genetischen Variabilität und unterstreicht die Bedeutung des klinischen Kontexts für die Interpretation genetischer Befunde.
Mehr erfahren zu: "Kamerabasiertes Verfahren erfasst Hautveränderungen bei Sklerodermie" Kamerabasiertes Verfahren erfasst Hautveränderungen bei Sklerodermie Mit projizierten Lichtmustern lassen sich Hautveränderungen bei Sklerodermie erfassen. Eine aktuelle Studie zeigt auch in Hautarealen, die Ärzte als normal eingestuft hatten, abweichende optische Messwerte.