Internationaler Preis „One Health“ verliehen14. Oktober 2022 v.l.n.r: Magali Hainaut, Boehringer Ingelheim; Jim Walker, Vizepräsident für Internationales der Université Lumière Lyon 2; Preisträger: Dr. Guilherme Dias de Melo, Institut Pasteur; Philippe Gréciano, DFH-Präsident; Marc Bonneville, Institut Mérieux Foto: © DFH-UFA Am Mittwoch, 12. Oktober 2022, wurde Dr. Guilherme Dias de Melo vom Institut Pasteur in Lyon für seine Forschungsarbeit zu Infektionen durch neurotrope Viren und deren Übertragung vom Tier auf den Menschen mit dem internationalen Preis „One Health” ausgezeichnet. Der Preis wurde 2022 von der Deutsch-Französischen Hochschule (DFH) in Kooperation mit dem Institut Mérieux und Boehringer Ingelheim ins Leben gerufen. „Die weltweiten Pandemien führen uns vor Augen, wie sehr wir alle von globalen Gesundheitsfragen betroffen sind. In diesem Zusammenhang ist es wichtig, Spitzenforschung, die zur Bewältigung dieser Herausforderungen mit internationalen Auswirkungen beiträgt, zu begrüßen und zu würdigen“ erklärte DFH-Präsident Prof. Dr. Philippe Gréciano, Initiator des neugeschaffenen Preises, bei der Eröffnung der Preisverleihung an der Université Lumière Lyon 2 in Anwesenheit des deutschen Generalkonsuls Thomas Pröpstl und zahlreicher VertreterInnen der Wissenschaft.Der mit 20 000 Euro dotierte internationale Preis „One Health“ wird vom Institut Mérieux und von Boehringer Ingelheim finanziert. Ausgezeichnet wird ein junger Forscher,/eine june Forscherin, der/die im Bereich „One Health“ anerkannte Forschungsarbeiten durchgeführt hat. Ziel des Preises ist es, den fachübergreifenden Dialog zu Fragen der Gesundheit von Mensch, Tier und Umwelt auf deutsch-französischer, europäischer und internationaler Ebene zu intensivieren.Über das Projekt des PreisträgersDr. Guilherme Dias de Melo von der Forschungseinheit Lyssavirus, Epidemiologie und Neuropathologie des Institut Pasteur zeichnet sich durch einen außerordentlichen akademischen Werdegang aus. In seinen Forschungsarbeiten beschäftigt er sich mit Infektionskrankheiten, die sich durch eine Schädigung des Gehirns manifestieren. Derzeit forscht er zum Tollwutvirus, einem vernachlässigten, eindeutig neurotropen Pathogen, und SARS-CoV-2, einem neuartigen Virus, bei dem noch diskutiert wird, inwieweit es neurotrop ist. Sein Forschungsziel ist es, die an der räumlichen und zeitlichen Dynamik der Infektion mit diesen neurotropen Viren beteiligten Mechanismen zu verstehen, um die Interaktionen eines Krankheitserregers innerhalb eines neuronalen Netzes sowie die kurz- und langfristigen neurologischen Auswirkungen auf das Verhalten besser einschätzen zu können. Ein weiteres Ziel seiner Arbeiten ist die Entwicklung wirksamer und einfach anzuwendender therapeutischer Ansätze gegen die erforschten Krankheiten.
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