Internetsucht: Neues Behandlungsangebot am Campus Lübeck2. Juli 2024 Foto: © fancycrave1 – pixabay Das Zentrum für Integrative Psychiatrie (ZIP) des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein (UKSH) bietet am Campus Lübeck ein neues Behandlungsprogramm bei Verhaltenssüchten. Das Angebot richtet sich an Menschen, die eine Internet- oder Smartphone-Sucht entwickelt haben. Die Nutzung des Internets gehört zum Alltag und vereinfacht vieles. Gleichzeitig kann ein Teil der Online-Aktivitäten zu einer Verhaltensstörung oder zu süchtigem Verhalten führen. Dazu gehört die Nutzung von sozialen Netzwerken, Online-Shopping und der Konsum von Online-Pornografie. Von einer Internetnutzungsstörung sind etwa fünf Prozent der Bevölkerung betroffen. „Diese Zahl steigt jedoch weltweit an. Wir sehen die Behandlung dieser Störung als eine wichtige Versorgungsleistung, der wir uns widmen wollen“, erklärt Prof. Stefan Borgwardt, Direktor der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie und der Klinik für Psychosomatik und Psychotherapie, Campus Lübeck. Prof. Hans-Jürgen Rumpf, leitender Psychologe der Suchtforschung am ZIP, nennt verschiedene Alarmzeichen für eine Sucht: „Wenn man sein eigenes Verhalten nicht mehr kontrollieren kann, wenn die Online-Aktivitäten zum Wichtigsten im Leben werden oder wenn man auch dann nicht aufhören kann, wenn es zu negativen Konsequenzen kommt.“ Das neue Angebot umfasst auch eine Klärung, ob eine behandlungsbedürftige Störung vorliegt. Abhängig vom Schweregrad wird eine Kurzberatung bis hin zu einer Psychotherapie empfohlen.
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