Kindliche Gesundheit: Teilnehmende für aktuelle Studie gesucht8. April 2026 Foto: © laong/stock.adobe.com Wie Kinder ihre Gesundheit erleben, stimmt nicht immer mit der Sicht ihrer Eltern überein. Das Projekt AI-SIC des Leibniz-Instituts für Bildungsverläufe (LIfBi) und der Universität Leipzig soll untersuchen, wie Eltern und Kinder die kindliche Gesundheit bewerten. Dafür sucht das Projekt Familien mit Kindern zwischen 8 und 16 Jahren, die an kurzen Videointerviews teilnehmen wollen. Die Befragung ist laut LIfBi unkompliziert und lässt sich flexibel in den Alltag integrieren, da sie ortsunabhängig von zu Hause aus per Videointerview erfolgt. Sie dauert etwa 30 Minuten und setzt sich aus einem ca. 20-minütigen Gespräch mit einem Elternteil und anschließend einem 10-minütigen Austausch mit dem Kind zusammen. Die Teilnahme ist vollkommen freiwillig. Sämtliche Angaben werden streng vertraulich behandelt und ausschließlich in anonymisierter Form ausgewertet, heißt es weiter. Forschung mit computergestützten Methoden Eine Teilnahme bringt nicht nur die Forschung zur Kindergesundheit voran, sondern unterstützt gleichzeitig die Entwicklung moderner Forschungswerkzeuge, betont das LIfBi. Dabei werde erprobt, wie Sprachmodelle den Weg vom Interview zur fertigen Analyse effizienter gestalten können: Während Software wie Whisper die automatisierte Umwandlung von Audioaufnahmen in Text übernimmt, unterstützt ein neu entwickeltes halbautomatisches Coding-Tool die anschließende inhaltliche Erschließung. Diese semi-automatisierte Auswertung ermögliche es, thematische Schwerpunkte in den Befragungen schneller zu identifizieren und zu kategorisieren. Um eine hohe Qualität zu sichern und die Teilnehmenden bestmöglich zu schützen, werden alle Daten anonymisiert, betont das LIfBi. Forschende begleiten die Auswertung durchgehend, prüfen Ergebnisse und greifen bei Bedarf korrigierend ein. So bleibe die Analyse verlässlich und es werde verhindert, dass Inhalte falsch eingeordnet oder einseitig interpretiert werden. Erste methodische Ergebnisse zu Fehlerraten in den Transkripten der Befragungen seien bereits auf der internationalen ESRA-Konferenz präsentiert worden.
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