Sicherheits-Checks: Millimeterwellen-Körperscanner für Schrittmacher-Patienten völlig sicher18. September 2018 Foto: © rdnzl – fotolia.com Für Sicherheits-Checks eingesetzte Körperscanner sind für Patienten mit Herz-Schrittmachern und Defibrillatoren völlig sicher, berichtete Dr. Carsten Lennerz (Deutsches Herzzentrum München) auf dem Kongress der Europäischen Gesellschaft für Kardiologie (ESC). In München kamen vom 25. bis 29. August 31.000 Teilnehmer aus 150 Ländern zusammen, der Europäische Kardiologiekongress ist einer der weltweit größten Medizinkongresse. „Unsere Studie zeigt, dass Millimeterwellen-Körperscanner für Patienten mit Schrittmachern, implantierbaren Cardioverter-Defibrillatoren (ICD) und Geräten für die kardiale Resynchronisationstherapie (CRT) keine Gefahr bedeuten“, so Lennerz. „Es besteht kein Bedarf für spezielle Sicherheitsprotokolle oder Beschränkungen ihres Einsatzes.“ Für die Studie wurden 300 dieser Geräte im Herzzentrum München in einem Routine-Check getestet. Patienten wurden einem Körper-Scan wie bei der Flughafen-Sicherheitskontrolle unterzogen, und mittels eines Elektrokardiogramms wurde beobachtet, ob es zu Störungen der Geräte als Folge von elektromagnetischen Interferenzen kommt. Lennerz: „Wir fanden keine Hinweise auf elektromagnetische Interferenzen oder Störungen durch den getesteten Ganzkörper-Scanner und schließen daraus, dass Scans für Patienten mit implantierten Geräten sicher sind.“ Eine Stärke der Studie sei, so Lennerz, dass Patienten einem Sicherheits-Scan mit den gleichen elektromagnetischen Feldern wie im realen Leben unterzogen wurden, aber in der kontrollierten und sicheren Situation eines Krankenhauses. Quellen: 1. “Security body scanners and electromagnetic interference with cardiac implantable devices: a cross-sectional study”; Session Late Breaking Science in Arrhythmias and EP 2. Multicentre survey under the lead of Dr Lennerz and Professor Kolb. Participating sites: German Heart Centre Munich, Germany; University Hospital Dubrava, Zagreb, Croatia and Dubrovnik General Hospital, Croatia: publication is pending.
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