Kopf-Hals-Krebs: Mit besserem Überleben assoziierter genetischer Marker identifiziert11. März 2024 Foto: Andrii Yalanskyi/stock.adobe.com US-amerikanische Forschende konnten erstmal zeigen, dass ein Gen, das normalerweise mit der seltenen Riesenaxon-Neuropathie assoziiert ist, auch bei der Inhibition aggressiver Tumorzellen bei Kopf-Hals-Krebs eine Rolle spielt. Das Team des Health Jonsson Comprehensive Cancer Center der University of California, Los Angeles (UCLA), USA, fand heraus, dass das Fehlen der spezifische genetische Variante (GAN-Gen Exon 8 SNP T-Allel) des GAN-Gens zur Produktion bestimmter Proteine führt, die die Wahrscheinlichkeit erhöhen, dass sich Krebszellen ausbreiten und gegen eine Behandlung resistent werden. Diese Ergebnisse deuten darauf hin, dass das Vorhandensein GAN-Gen Exon 8 SNP T-Allels und die höhere Expression des GAN-Genprodukts Gigaxonin zu einem besseren Überleben bei Kopf- und Hals-Krebs beitragen. Künftig könnten das als diagnostische Marker für die Identifizierung weniger aggressiver Formen der Krankheit verwendet werden. Die Riesenaxon-Neuropathie ist eine seltene genetische bedingte Krankheit, die zur fortschreitenden Schädigung der peripheren Nerven und des Zentralnervensystems führt. Ursächlich ist die Mutation des GAN-Gens, wodurch Gigaxonin nicht exprimiert wird. Das Protein spielt eine Schlüsselrolle bei der strukturellen Integrität von Zellen. Bereits frühere Studien des UCLA-Team belegen, dass Gigxonin mit dem p16-Protein interagiert, um Ubiquitin an NF-κB zu binden. Allerdings war die genaue Rolle von Gigaxonin bei Krebs bisher nicht gut verstanden. In der aktuellen Studie konnte die Forschenden zeigen, dass die Ubiquitinierung von NF-κB zur Herunterregulierung von Snail führt, das mit der epithelial-mesenchymale Transition assoziiert ist, die bei der Metastasierung eine Rolle spielt. Über diesen Mechanismus unterdrückt Gigaxonin das Wachstum aggressiver Tumorzellen. Um die Rolle von Gigaxonin bei der Tumorentwicklung zu verstehen, analysierten die Forschenden normale und Tumor-DNA aus Gebärmutterhals- und Kopf-Hals-Krebs-Proben. Sie untersuchten auch Krebszelllinien mit verschiedenen genetischen Varianten, um die Beziehung zwischen der genetischen Varianten, der Gigaxonin-Expression und dem Wachstum der Krebszellen zu verstehen, einschließlich ihrer Reaktion auf Cisplatin. Darüber hinaus untersuchte das Team, wie Gigaxonin an der Ubiquitinierung des Transkriptionsfaktors NF-κB beteiligt ist und möglicherweise mit der Entwicklung von Kopf- und Halskrebs in Verbindung steht. Zudem konnten die Froschenden im Mausmodell zeigen, dass eine geringe Expression von Gigaxonin zu einer stärkeren Metastasierung in der Lunge der Mäuse führte. Eine erneute Steigerung der Expression reduzierte die Metastasierung. Die Studie liefert Einblicke in die molekularen Mechanismen, die dem Fortschreiten von Kopf- und Hals-Krebs zugrunde liegen. Nach einer Validierung in weiteren Studien, könnte die Verwendung von Gigaxonin als diagnostischer Marker zur Entwicklung gezielter Therapien auf der Grundlage des Gigaxonin-Signalwegs beitragen.
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