Korrelation zwischen Osteoporose und der Einnahme von Glukokortikoiden27. März 2023 © StockPhotoPro – stock.adobe.com (Symbolbild) Die Einnahme von Glukokortikoiden (GC) ist weit verbreitet und mit zahlreichen Nebenwirkungen assoziiert. Zu diesen zählen bspw. die Ausbildung einer Osteoporose und vermehrte Knochenbrüche. US-amerikanische Wissenschaftler haben nun aktuelle Daten über die Wirkung von GC auf die Knochenmineraldichte und das Frakturrisiko zusammengetragen. Die Forschenden analysierten unter anderem die den GC-Effekten zugrunde liegenden Mechanismen sowie die Empfehlungen für die Überwachung und Behandlung von Patienten, die diese Medikamente einnehmen. In diesen Untersuchungen stellte sich heraus, dass die Knochenmineraldichte der Lendenwirbelsäule und der gesamten Hüfte niedriger und das Frakturrisiko bei Anwendern von GC höher ist als bei Nichtanwendern. Diese Wirkungen setzten normalerweise rasch ein, waren dosisabhängig und besserten sich relativ schnell nach dem Absetzen der GC. Die Effekte schienen zudem auch bei nichtsystemischen Verabreichungswegen sowie schon bei niedrigen Dosierungen aufzutreten. Mechanistisch verringerten GC die Knochenmineraldichte, indem sie die Aktivität von Osteoklasten erhöhten, während sie die von Osteoblasten und Osteozyten deutlich reduzierten. Der Kalziumstoffwechsel und die Aktivität der Nebenschilddrüsenhormone spielten eine wesentlich geringere Rolle als ursprünglich angenommen. Hinsichtlich möglicher Behandlungsentscheidungen fanden die Forschenden heraus, dass diese zumeist auf einer Risikostratifizierung mithilfe von klinischen, radiologischen und Prognoseinstrumenten basierten. Um eine durch eine GC-Einnahme hervorgerufene Osteoporose langfristig und effektiv zu therapieren und ihr vorzubeugen, stehen laut Angaben der Studienautoren verschiedenen Optionen zur Verfügung. Diese umfassen unter anderem Kalzium- und Vitamin-D-Präparate, Bisphosphonate, rekombinantes Parathormon, monoklonale Antikörper gegen den Rezeptoraktivator des Nuklearfaktor-Kappa-B-Liganden sowie personalisierte gezielte Hormonbehandlungen. Fazit Die Knochenmineraldichte der Lendenwirbelsäule und der gesamten Hüfte war in den Untersuchungen niedriger und das Frakturrisiko bei Anwendern von GC höher als bei Nichtanwendern. Diese Wirkungen setzten normalerweise rasch ein, waren dosisabhängig und besserten sich relativ schnell nach dem Absetzen der GC. (je) Autoren: Urquiaga M et al. Korrespondenz: Katherine Wysham; [email protected] Studie: Risk for osteoporosis and fracture with glucocorticoids Quelle: Best Pract Res Clin Rheumatol 2022;36(3):101793. Web: https://doi.org/10.1016/j.berh.2022.101793
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