Künstliche Intelligenz auf Intensivstationen: Deutsches Herzzentrum Berlin wird x-cardiac-Pilotkunde23. September 2022 Bei der Vertragsunterzeichnung (v.l.): Rolf Zettl, Kaufmännischer Direktor DHZB, Alexander Meyer, CMIO DHZB und Geschäftsführer x-cardiac, Oliver Höppner, Geschäftsführer x-cardiac. Foto: ©x-cardiac GmbH/DHZB Eine von der Berliner x-cardiac GmbH entwickelte Software zur KI-basierten Vorhersage von Komplikationen nach Herz-OPs wird am Deutschen Herzzentrum Berlin erstmals im klinischen Alltag eingesetzt. Nachblutungen und akutes Nierenversagen gehören zu den gefährlichsten Komplikationen nach Operationen am Herzen oder den herznahen Gefäßen. Je früher sie erkannt werden, desto größer ist die Aussicht auf erfolgreiche Behandlungsmaßnahmen. Das Unternehmen x-cardiac entwickelt auf künstlicher Intelligenz basierende Software, die unter Verwendung der gespeicherten und anonymisierten Daten von mehreren Zehntausend Patientinnen und Patienten zur Früherkennung dieser Komplikationen trainiert wurde. Das aus dieser Entwicklung hervorgegangene zertifizierte Medizinprodukt x-c-bleeding zur Vorhersage von postoperativen Nachblutungen wird nun zum ersten Mal im klinischen Alltag auf der Intensivstation des Deutschen Herzzentrums Berlin (DHZB) installiert, wie x-cardiac am Mittwoch in Berlin mitteilte. Die Software x-c-bleeding erkennt laut Unternehmensangaben bereits anhand geringster Veränderungen der auf einer Intensivstation standardmäßig erhobenen Messwerte eine erhöhte Wahrscheinlichkeit für eine Nachblutung. Das medizinische Personal kann entsprechend schnell die nötigen Maßnahmen zur Bestätigung der Prognose und der Behandlung einleiten. Das Medizinprodukt soll somit den Arbeitsalltag der Ärztinnen und Ärzten und Intensivpflegenden erleichtern und zugleich für eine hohe Sicherheit und Behandlungsqualität für die Patientinnen und Patienten sorgen, sagt Prof. Alexander Meyer, Mediziner am DHZB und Geschäftsführer von x-cardiac. Geschäftsführer Oliver Höppner ergänzt: „Mit diesem wichtigen Schritt ist unser erstes Medizinprodukt im klinischen Alltag angekommen, weitere Pilotkunden sind bereits in der Pipeline. Parallel arbeitet unser Team hochmotiviert an der Entwicklung und Zertifizierung einer nächsten Produktgeneration, die neben der Vorhersage von postoperativen Nachblutungen auch akutes Nierenversagens nach Herz-OPs zum Inhalt haben wird.“ x-cardiac wurde mit Unterstützung des DHZB sowie des Berlin Institute of Health (BIH) und der Charité-Universitätsmedizin Berlin Ende 2020 gegründet. Das Medizinprodukt x-c-bleeding erfüllt alle Anforderungen zur Förderfähigkeit als klinisches Entscheidungsunterstützungssystem im Rahmen des Krankenhauszukunftsgesetzes (KHZG), mit dem das Bundesgesundheitsministeriums die Digitalisierung in deutschen Krankenhäusern mit insgesamt bis zu 4,3 Milliarden Euro fördert.
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