Lichtenberg-Professur: Wie Kinder die Welt sehen20. April 2018 Prof. Sarah Weigelt erforscht, wie sich das kindliche Gehirn entwickelt. (© RUB, Marquard) Wie sehen Kinder die Welt? Um diese Frage kreist die Forschung von Prof. Sarah Weigelt. Die Volkswagenstiftung fördert ihre Arbeit mit einer Lichtenberg-Professur, die für eine Dauer von fünf Jahren mit knapp 1,4 Millionen Euro dotiert ist. An der Fakultät für Psychologie der Ruhr-Universität Bochum besetzt Prof. Sarah Weigelt eine Professur für Entwicklungsneuropsychologie mit dem Projekttitel “Developmental Cognitive Neuroscience: The developing visual brain”. Sehen muss man lernen Die Kernbotschaft ihrer Forschungsarbeit lautet: Das Sehen besteht aus ganz vielen einzelnen Prozessen, die sich unterschiedlich schnell entwickeln. Weigelt erforscht die Weiterentwicklung derjenigen Hirnregionen, die für visuelle Wahrnehmung zuständig sind – insbesondere mit Kindern im Grundschulalter. Ziel ist es, Veränderungsprozesse im Gehirn aufzuzeigen. Dazu arbeitet sie unter anderem mit Computerexperimenten zur Gesichtserkennung sowie mit hirnbildgebenden Verfahren. Aus dem fachübergreifenden Ansatz ihrer Forschung ergeben sich besonders gute Möglichkeiten zur Kooperation und Vernetzung. So ist sie Mitglied im Research Department Neuroscience, in der International Graduate School of Neuroscience, im Center for Mind, Brain and Cognitive Evolution und im Sonderforschungsbereich Extinktionslernen der RUB. Die Neurowissenschaft ist ein ausgewiesener Forschungsschwerpunkt in Bochum.
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