Marker für Rezidive bei lokal fortgeschrittenem Prostatakrebs gefunden20. Januar 2025 Forscher haben neue Marker entdeckt, die spät auftretende Prostatakrebsrezidive vorhersagen können. Symbolbild: RFBSIP – stock.adobe.com Messgrößen, die sich auf die genomische Instabilität beziehen, können bei lokal fortgeschrittenem Prostatakrebs Rezidive voraussagen, die nach mehr als 10 Jahren auftreten. Dies zeigt eine aktuelle Publikation in „Nature Cancer“. Wie aggressiv wird sich ein Tumor entwickeln? Messgrößen der Tumorevolution könnten hier Auskunft geben. Wissenschaftler um Dr. Javier Fernandez-Mateos vom Institute of Cancer Research in London, Großbritannien, machten sich in einer aktuellen Forschungsarbeit auf die Suche nach aussagekräftigen Markern. Zu diesem Zweck kartierten sie die genomische intratumorale Heterogenität bei lokal fortgeschrittenem Prostatakrebs anhand von 642 Proben von 114 Personen, die an klinischen Studien mit einer durchschnittlichen Nachbeobachtungszeit von 12 Jahren teilgenommen hatten. Gleichzeitig bewerteten sie die morphologische Heterogenität mithilfe von Deep Learning an 1923 histologischen Schnitten von 250 Personen. Wie ihre Auswertung ergab, erwiesen sich die genetische und die morphologische (Gleason-)Diversität als unabhängige Prädiktoren für ein Rezidiv (Hazard Ratio [HR] 3,12; 95%-Konfidenzintervall [KI] 1,34–7,3 bzw. HR 2,24; 95%-KI 1,28–3,92). Zusammengenommen identifizierten sie eine Gruppe mit der halben medianen Zeit bis zum Rezidiv. Wie die Autoren weiter ausführen, stellte sich die räumliche Trennung der Klone ebenfalls als unabhängiger Rezidiv-Marker heraus (HR 2,3; 95%-KI 1,11–4,8). Fernandez-Mateos und seine Kollegen ermittelten Veränderungen der Kopienzahl, die mit dem Gleason-Grad assoziiert sind, und fanden heraus, dass der Verlust von Chromosom 6p mit einer verringerten Immuninfiltration korrelierte. Die passend zugeordnete Erstellung der Profile von Rezidiven – Jahrzehnte nach der Diagnose –habe bestätigt, dass genomische Instabilität eine treibende Kraft bei der Progression von Prostatakrebs ist, ergänzt das Team. (sf/ms)
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