Medikamentöse GERD-Therapie: Senkung der durch Idiopathische Lungenfibrose bedingten Mortalität31. Juli 2018 Foto: © Viacheslav Iakobchuk/Fotolia Laut den Autoren einer kürzlich publizierten Metaanalyse gibt es Hinweise darauf, dass eine medikamentöse Therapie des gastroösophagealen Refluxes (GERD) mit einer Senkung der Mortalität aufgrund einer Idiopathischen Lungenfibrose (IPF) verbunden ist, nicht aber mit der Gesamtmortalität. Diese Hinweise seien allerdings von nur geringer Qualität, berichten die Wissenschaftler, und randomisierte Untersuchungen einer Antazidatherapie bei IPF seien notwendig, finden die Forscher. Ein GERD komme bei IPF-Patienten häufig vor, wobei man vermute, dass das gastrointestinale Problem möglicherweise zu Progression und Exazerbation der Lungenerkrankung beiträgt. Ob jedoch eine auf den GERD abzielende Therapie die Outcomes von IPF-Patienten verbessert, sei umstritten, schreiben Dr. Lee Fidler von der Universität Toronto und Kollegen. Die Arbeitsgruppe führte daher einen systematischen Review und eine Metaanalyse der veröffentlichten Literatur (Medline, Embase, Central [Cochrane Central Register of Controlled Trials] und ClinicalTrials.gov) durch, hinzu kamen Google Scholar und Kongress-Abstracts. Gesucht wurde nach randomisierten und beobachtenden Studien, in denen die Auswirkungen einer medikamentösen bzw. einer nicht pharmakologischen Therapie bewertet wurden. Primäre Ergebnisse waren IPF-bedingte Mortalität und Gesamtmortalität. Die Evidenz wurde nach der GRADE-Methode (Grading of Recommendations Assessment, Development and Evaluation) ermittelt. Die Wissenschaftler konnten so 13 Beobachtungsstudien identifizieren; 8 wurden in die Metaanalyse einbezogen. Die medikamentöse GERD-Therapie war darin mit einer signifikanten Reduktion der IPF-bedingten Mortalität im Vergleich zu keiner GERD-Behandlung assoziiert (nicht adjustiertes Risiko: HR 0,60; 95%-Konfidenzintervall [KI] 0,38-0,97; p=0,04; I2=0%; 3 Studien; n=2033; adjustiertes Risiko: HR 0,45; 95%-KI 0,24-0,84; p=0,01; I2=0%; 3 Studien; n=2033), aber nicht mit einer Reduktion der Gesamtmortalität (nicht adjustiert: HR 0,73; 95%-KI 0,45-1,2; p=0,22; I2=46%; 3 Studien; n=1316; adjustiert: HR 0,76; 95%-KI 0,31-1,84; p=0,54; I2=89%; 4 Studien; n=1585). Die Evidenzqualität für diese Ergebnisse war gering.
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