Medizinische Hochschule Hannover startet Behandlungsprogramm PAIN2.03. Februar 2023 Volksleiden: Rückenschmerzen machen vielen Menschen zu schaffen. Mit dem Therapieprogramm PAIN2.0 soll eine Chronifizierung der Schmerzen frühzeitig verhindert werden. Foto: Karin Kaiser/MHH Die Klinik für Anästhesie und Intensivmedizin der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) bietet nun auch das spezielle ambulante Therapieprogramm PAIN2.0 für Menschen mit wiederkehrenden Schmerzen an. Die Teilnahme ist ab sofort möglich. Je nach Schätzung leiden in Deutschland zwischen fünf und 15 Millionen Menschen unter chronischen Schmerzen. Damit verbunden sind oft auch körperliche Einschränkungen und depressive Stimmungen. Bei PAIN2.0 handelt es sich um ein ambulantes, berufsbegleitendes zehnwöchiges Therapieprogramm, das sich an erwachsene Patientinnen und Patienten mit ständig wiederkehrenden Schmerzen richtet. Ziel ist, eine Chronifizierung des Schmerzes zu verhindern. „Mit dem Programm wollen wir eine Versorgungslücke schließen, denn bei vielen Menschen schreitet die Chronifizierung von Schmerzen unnötig fort. Eine Prävention chronischer Schmerzen ist auch ambulant nötig und möglich“, sagt PD Dr. Martin Dusch, Leiter des Fachbereichs Schmerzmedizin. PAIN2.0 ist eine Initiative der Deutschen Schmerzgesellschaft e.V. und der Barmer Krankenversicherung. An der bundesweiten Versorgungsstudie nehmen insgesamt 22 medizinische Einrichtungen teil. Fachleute aus Medizin, Psychologie und Physiotherapie sind dabei Das Programm besteht aus Einzelsitzungen und Gruppentherapie. In der Gruppe arbeiten die Patientinnen und Patienten mit Fachleuten aus der Medizin, Psychologie und Physiotherapie zusammen. Die Teilnehmenden werden aus allen Perspektiven betrachtet, individuell betreut und optimal therapiert. „Das Konzept orientiert sich an den aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen zur Vorbeugung chronischer Schmerzen“, erklärt Dusch. Den Teilnehmenden wird einerseits Wissen über Schmerz und seine Risikofaktoren vermittelt, andererseits werden körperliche Übungen trainiert. So sollen sie lernen, präventive Strategien in ihren Alltag zu integrieren. Das Ziel des Versorgungsprojekts ist die Aufrechterhaltung der Leistungsfähigkeit und der Selbstwirksamkeit der Betroffenen. Innovationsfonds fördert Projekt Das Projekt PAIN2.0 wird durch den Innovationsfonds beim Gemeinsamen Bundesausschuss über drei Jahre mit rund sieben Millionen Euro gefördert. „Wir hoffen auf gute Projektergebnisse“, sagt Dusch. Nach Abschluss der Studie und Evaluation in rund drei Jahren könnte das neue Behandlungsprogramm dann in die Regelversorgung des Deutschen Gesundheitswesens überführt werden.
Mehr erfahren zu: "Inzwischen 633.000 Eintragungen im Organspende-Register" Inzwischen 633.000 Eintragungen im Organspende-Register Im zentralen Online-Register für Organspenden haben mittlerweile knapp 633.000 Menschen eine Erklärung zu ihrer eigenen Spendebereitschaft hinterlegt.
Mehr erfahren zu: "Umbrella-Review bestätigt: Bewegung hilfreich bei einer Vielzahl von Schmerzerkrankungen" Umbrella-Review bestätigt: Bewegung hilfreich bei einer Vielzahl von Schmerzerkrankungen Die bislang umfassendste Übersichtsarbeit zum Thema Bewegung zur Schmerzlinderung verdeutlicht: Bewegung kann akute und chronische Schmerzen unterschiedlichster Genese wirksam lindern. Leichtere Übungen scheinen dafür sogar besser geeignet als ein sehr […]
Mehr erfahren zu: "Nächster Anlauf zu neuen Organspende-Regeln" Nächster Anlauf zu neuen Organspende-Regeln Tausende Schwerkranke warten auf ein gespendetes Organ. Um zu mehr Transplantationen zu kommen, wird schon lange über ein ganz anderes Prinzip diskutiert. Im Parlament wird es nun konkret.