Mehrheit der Männer scheut Krebsfrüherkennung17. November 2021 Foto: B. BOISSONNET / BSIP – stock.adobe.com Zum Internationalen Männertag am 19.11.2021 weist die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) in ihrem Portal www.maennergesundheitsportal.de auf die Bedeutung von Früherkennungsuntersuchungen für die Männergesundheit hin. Früherkennungsuntersuchungen dienen dazu, mögliche Erkrankungen in einem frühen Stadium zu entdecken. Doch gerade bei Männern ist diese Form der Gesundheitsvorsorge offenbar nicht sehr beliebt: Nur rund 40 Prozent der Männer nehmen etwa regelmäßig die gesetzlich geregelten Krebsfrüherkennungsuntersuchungen in Anspruch. Daher will die BZgA hier Aufklärungsarbeit leisten. Die Fachbehörde im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Gesundheit betont, dass es auch in Zeiten der Corona-Pandemie empfehlenswert sei, Früherkennungsuntersuchungen konsequent wahrzunehmen. Die Kosten für die gesetzlich geregelte Krebsfrüherkennung tragen die gesetzlichen und privaten Krankenkassen. Der Grund: Krebserkrankungen sind die zweithäufigste Todesursache in Deutschland. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes starben im vergangenen Jahr rund 231.270 Menschen an Krebs, Männer waren mit 54 Prozent häufiger betroffen als Frauen. Je früher eine Krebserkrankung erkannt wird, desto größer ist in der Regel die Chance, sie zu heilen, so die Deutsche Krebsgesellschaft. Bestimmte Krebsarten führen erst relativ spät zu Symptomen. Dies ist beispielsweise bei Prostatakrebs der Fall, der bei Männern häufigsten Krebserkrankung. Ab einem Alter von 45 Jahren haben Männer einmal pro Jahr Anspruch auf eine Untersuchung zur Früherkennung von Prostatakrebs. Auch bei Darmkrebs treten Beschwerden meist erst spät auf, zudem erkranken Männer früher und häufiger an Darmkrebs als Frauen. Umso wichtiger ist die Teilnahme an Früherkennungsuntersuchungen, denn wird der Krebs früh erkannt, steigen die Heilungschancen. Ab 50 Jahren haben Männer alle zehn Jahre Anspruch auf eine Darmspiegelung. Zwischen 18 und 34 Jahren können Krankenversicherte zudem einmalig einen Gesundheits-Check-up durchführen lassen. Ab dem 35. Lebensjahr ist die ärztliche Gesundheitsuntersuchung alle drei Jahre möglich. Der Check-up dient der Früherkennung insbesondere von Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Bluthochdruck, von Diabetes mellitus sowie von Nierenerkrankungen. Werden diese Krankheiten frühzeitig erkannt, kann man rechtzeitig gegensteuern. (BZgA/ms)
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