Metaanalyse zu Melanomen: Schwangerschaft mit verbessertem Gesamtüberleben assoziiert

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Trotz ähnlicher Rezidiv- und Mortalitätsraten berichten Forschende in einer Metaanalyse über ein verbessertes Gesamtüberleben schwangerer Frauen mit Melanom im Vergleich zu nicht schwangeren Patientinnen.

Das schwangerschaftsassoziierte Melanom ist ein Melanom, das sich bis zu einem Jahr nach der Schwangerschaft entwickeln kann. Dr. Michele Kreuz von der Lutherischen Universität von Brasilien in Canoas analysierte nun mit ihren Co-Autoren in einer systematischen Übersichtsarbeit und Metaanalyse das OS, das Rezidivrisiko und die Mortalitätsrate bei schwangeren Frauen mit der Diagnose Melanom. Ihren in „Melanoma Research“ veröffentlichten Ergebnissen zufolge weisen betroffene Schwangere eine höhere Gesamtüberlebens(OS)-Rate auf als nicht schwangere Frauen.

Die Forschenden führten eine umfassende Literaturrecherche in Medline, Embase und Web of Science durch, um jene Studien zu identifizieren, die Melanome bei schwangeren im Vergleich zu nicht schwangeren Frauen untersuchten. Hazard Ratios (HRs) und Risk Ratios (RRs) wurden mithilfe eines Random-Effects-Modells geschätzt. Die Heterogenität bewertete das Team mit der I2-Statistik. Die statistischen Analysen wurden mit RStudio 4.4.1 durchgeführt.

Die Metaanalyse umfasste 15 Studien mit insgesamt 29.095 Patientinnen; 2917 (10%) davon waren schwangere Frauen. Beim OS-Endpunkt wurden statistisch signifikante Unterschiede zugunsten schwangerer Frauen im Vergleich zu nicht schwangeren Frauen festgestellt; beide Gruppen mit einer Melanom-Diagnose (HR 0,81; 95%-KI 0,69–0,95; p=0,012; I2=85,4%). Beim Fünf-Jahres-OS zeigten sich keine statistisch signifikanten Unterschiede (OR 1,08; 95%-KI 0,50–2,35; p=0,83; I2=57,9%). Ebenfalls keine statistisch signifikanten Unterschiede zwischen den Gruppen zeigten die Ergebnisse zum Melanomrezidiv (RR 1,19; 95%-KI 0,95–1,48; p=0,12; I2=0%) und zur Mortalität (RR 1,60; 95%-KI 0,82–3,13; p=0,16, I2=73,5%). (ins)