Metastasierendes Melanom: Prädiktoren für die Checkpoint-Blockade30. November 2017 Symbolbild: Checkpoint © Voy_ager – fotolia.com Immun-Checkpoints sind Rezeptoren auf der Membran von T-Lymphozyten, die deren Immunantwort dämpfen oder steigern. Sie modulieren die Immunreaktion, etwa um körpereigene Zellen vor dem Angriff des Immunsystems zu schützen. Immun-Checkpoint-Inhibitoren sind Substanzen, die dauerhaft an die Checkpoints binden, sie inhibieren, und so die Immunantwort verstärken. Die Immun-Checkpoint-Inhibitoren (ICB) haben sich zu einer zentralen Therapie im klinischen Armamentarium gegen das metastasierende Melanom entwickelt. Angesichts der Häufigkeit von auf das Immunsystem bezogenen Nebenwirkungen und einem erhöhten Einsatz von ICB erweisen sich Prädiktoren für die Antwort auf die CTLA-4- und/oder PD-1-Blockade als klinisch wertvoll. Die Autoren einer aktuellen Studie haben nun 779 Blut- und Tumormarker bei 37 Patienten mit metastasierendem Melanom im Stadium III untersucht und den Zusammenhang zwischen auf Immun-Parametern im Blut und der Immunreaktivität tumorinfiltierende Zellen nach ex vivo Esposition zu ICB analysiert. Basierend auf diesem Assay haben die Autoren 190 Patienten mit metastasierendem Melanom, die mit Ipilimumab behandelt wurden, in mehrere Kohorten eingeteilt und festgestellt, dass die PD-L1-Expression auf periphere T-Zellen als prognostischer Faktor für das allgemeine wie auch das progressionsfreie Überleben dienen kann. Darüber hinaus standen die nachweisbaren CD137 auf den zirkulierenden CD8+ T-Zellen mit dem krankheitsfreien Status der Patienten in Assoziation, die eine adjuvante Kombinationstherapie mit Ipilimumab plus Nivolumab erhalten hatten. Dies galt jedoch nicht für Patienten, die lediglich Nivolumab erhielten. Die Autoren schlagen vor, die Verlässlichkeit dieser Biomarker in prospektiven Studien mit Patienten mit metastasierendem Melanom zu validieren, da es einen großen Bedarf an solchen Prädiktoren gebe.
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