Methodenvergleich zum bioptischen Nachweis von Magenkrebs-Vorstufenläsionen8. Juni 2024 Foto: © Kzenon- stock.adobe.com (Symbolbild) Die Ausbeute verschiedener endoskopischer Biopsie-Entnahmeverfahren zum Nachweis von Vorläuferläsionen des nichtkardialen Magenkrebses ist nach wie vor unklar. Ziel von Forschenden eines amerikanischen Gesundheitsdienstleisters war es, die Assoziation von endoskopischen Biopsie-Entnahmeverfahren mit der Erkennung von intestinalen Metaplasien (GIM) und Dysplasien (GD) des Magens zu bewerten. Dazu führten Ärzte eine Fall-Kontroll-Studie an Erwachsenen durch, die sich einer Ösophagogastroduodenoskopie (EGD) mit Biopsieentnahme unterzogen. Bei den Fällen handelte es sich um Personen mit histopathologischem Befund von GIM und/oder GD. Die Kontrollen wurden 1:1 nach Alter, Datum des Eingriffs und medizinischem Zentrum gematcht. Die Erkennung von GIM und GD wurde anhand von 4 verschiedenen Biopsie-Methoden verglichen: unspezifiziert, spezifizierte Magenposition, 2+2 und das Sydney-Protokoll. Weiterhin untersuchten die Forschenden Trends in der Verwendung der Entnahmemethoden (Cochrane-Armitage) und identifizierten Patienten- und Endoskopiefaktoren, die mit ihrer Verwendung assoziiert waren. Es konnten 20.938 GIM- und 455 GD-Paare identifiziert werden, wobei ein größerer Anteil der GIM-Fälle mithilfe des 2+2 (31,3 vs. 25%; p<0,0001) und des Sydney-Protokolls (9,1 vs. 1,0%; p<0,0001) vs. Kontrollpersonen entdeckt wurden. Ebenso wurde ein größerer Anteil der GD-Fälle mit dem Sydney-Protokoll entdeckt (15,6 vs. 0,4%; p<0,0001). Das Studienteam beobachtete darüber hinaus einen zunehmenden Trend hinsichtlich der Verwendung des Sydney-Protokolls während des fortschreitenden Studienzeitraums (3,8–16,1% bei den Fällen; p<0,0001 und 1–1,1% bei den Kontrollpersonen; p=0,005). Dabei zeigte sich, dass sich männliche und asiatisch-amerikanische Patienten mit größerer Wahrscheinlichkeit dem 2+2 oder dem Sydney-Protokoll unterzogen. Fazit Diese Studiendaten zeigen, dass die Anwendung des Sydney-Protokolls in der klinischen Routinepraxis mit einer erhöhten Entdeckungsrate von Vorläuferläsionen des Magenkrebses korreliert. (bi) Autoren: Moon RH et al. Korrespondenz: Bechien U. Wu; [email protected] Studie: Association of endoscopic biopsy sampling methods with detection of precursor lesions of gastric cancer Quelle: Gastrointest Endosc 2024;99(2):204−213. Web: https://doi.org/10.1016/j.gie.2023.09.003
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