Muskelaufbau bei Frauen: Abstimmung des Trainings auf den Menstruationszyklus führt nicht zu besseren Ergebnissen24. März 2025 Foto: © Dirk/stock.adobe.com Forscher der McMaster University, Kanada, haben die verbreitete Annahme, dass Frauen durch die Abstimmung ihres Trainings auf ihren Menstruationszyklus eine bessere Muskulatur aufbauen, widerlegt. Die Forscher haben gezeigt, dass Training zu verschiedenen Zeitpunkten des Zyklus keinen – weder positiven noch negativen – Einfluss auf die Synthese neuer Muskelproteine hat, einen Prozess, der für den Muskelaufbau und -erhalt unerlässlich ist. „Unsere Ergebnisse widersprechen der landläufigen Meinung, dass unterschiedliche Übungen in jeder Phase einen hormonellen Vorteil bringen. Wir konnten keine Unterschiede feststellen, unabhängig vom Zykluszeitpunkt“, berichtet Hauptautorin Lauren Colenso-Semple. Die Studie wurde in der Fachzeitschrift „Journal of Physiology“ veröffentlicht. Kein physiologischer Unterschied Für die Studie überwachten die Forscher drei Monate lang die Menstruationszyklen der Teilnehmerinnen, um einen normalen Zyklus sicherzustellen. Entgegen der landläufigen Meinung hat nur ein kleiner Prozentsatz der Frauen – etwa 12 Prozent – einen regelmäßigen 28-Tage-Zyklus und einen regelmäßigen Eisprung am 14. Tag, also im typischen Menstruationszyklus, so die Wissenschaftler. Die Teilnehmerinnen nahmen anschließend eine Substanz zur Messung und Überwachung des Muskelproteinspiegels ein. Sie absolvierten in zwei verschiedenen Phasen ihres Menstruationszyklus intensives Widerstandstraining: in der Follikelphase, in der der Östrogenspiegel am höchsten ist, und in der Lutealphase. Das Ergebnis: Die Forscher beobachteten keinen Einfluss der beiden Phasen des Menstruationszyklus auf die Muskelproteinproduktion. „Unsere Arbeit zeigt, dass Frauen, die Gewichte heben und ihre Muskeln wieder in Form bringen möchten, dies in jeder Phase ihres Zyklus tun können. Es gibt keinen physiologischen Unterschied in der Reaktion auf das Training“, so Studienleiter Stuart Phillips. „Es ist wichtig, das Training an das eigene Befinden anzupassen“, fügt er hinzu. Weitere Forschungen erforderlich Die Wissenschaftler betonen den Bedarf an weiterer Forschung, insbesondere im Bereich der Frauengesundheit. Dazu gehört die Untersuchung der Auswirkungen von Training im Zusammenhang mit dem Menstruationszyklus auf Frauen und des Einflusses oraler und nicht-oraler Verhütungsmittel auf die Reaktion auf das Training.
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