Nach adjuvanter Chemotherapie beim Kolonkarzinom: Strukturiertes Training verlängert das (krankheitsfreie) Überleben

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Körperliches Training kann den Behandlungserfolg bei Dickdarmkrebs verbessern. Entsprechende Hinweise aus präklinischen und Beobachtungs­studien wurden jetzt durch die CHALLENGE-Studie erhärtet.

Demnach führte ein dreijähriges strukturiertes Trainingsprogramm, das kurz nach der adjuvanten Chemotherapie gegen Dickdarmkrebs begonnen wurde, zu einem signifikant längeren krankheitsfreien Überleben (DFS) und zu Befunden, die mit einem längeren Gesamtüberleben vereinbar sind. Ergebnisse der CHALLENGE-Studie stellten Prof. Kerry S. Courneya von der University of Alberta in Edmonton und seine Kollegen kürzlich im „New England Journal of Medicine“ vor.

In die randomisierten Phase-III-Studie an 55 Zentren wurden Patien­ten mit reseziertem Kolonkarzinom eingeschlossen, die eine adjuvante Chemotherapie abgeschlossen hatten. Dabei wurden zwischen 2009 und 2024 insgesamt 889 Studienteilnehmer für ein strukturiertes Trainingsprogramm (n=445; Trainingsgruppe) oder den reinen Erhalt von Materialien zur Gesundheitsedukation über einen Zeitraum von drei Jahren rando­misiert (n=444; Gesundheits­edukationsgruppe).

Wie sich zeigte, fiel das krankheitsfreie Überleben (primärer Endpunkt) nach Chemotherapie gegen ein Kolonkarzinom bei einer medianen Nachbeobachtung von 7,9 Jahren in der Trainingsgruppe signifikant länger aus als in der Gruppe mit Gesundheitsedukation (Hazard Ratio [HR] für Rezidiv, einen neuen Primärtumor oder Tod 0,72; 95%-Konfidenzintervall [KI] 0,55–0,94; p=0,02).

Das Fünf-Jahres-DFS beziffern die Autoren auf 80,3 Prozent in der Trainingsgruppe und 73,9 Prozent in der Gruppe mit Gesundheitsedukation (Differenz: 6,4 Prozentpunkte; 95%-KI 0,6–12,2). Außerdem belegten die Ergebnisse ein längeres Gesamtüberleben in der Trainingsgruppe, verglichen mit alleiniger Gesundheitsedukation (HR für Tod 0,63; 95%-KI 0,43–0,94), schreibt das Team. Denn die Raten des 8-Jahres-Gesamtüberlebens lagen bei 90,3 Prozent in der Trainingsgruppe und 83,2 Prozent in der Gruppe mit Gesundheitsedukation (Differenz 7,1 Prozentpunkte; 95 %-KI 1,8–12,3).

Unerwünschte muskuloskelettale Ereignisse wurden in der Trainingsgruppe häufiger verzeichnet als in der Gruppe mit Gesundheitsedukation (bei 18,5% vs. 11,5% der Patien­ten).

(sf)