Nachhaltiges Medikamentendesign: Grüne Chemie für sauberes Wasser13. September 2017 Foto: © psdesign1 – fotolia.com Die Leuphana Universität Lüneburg wird ihrem Ruf als Ideenschmiede auch in diesem Jahr gerecht. Im bundesweiten Innovationswettbewerb „Ausgezeichnete Orte im Land der Ideen 2017“ ist sie erneut unter mehr als 1000 Bewerbern als einer von 100 Preisträgern ausgewählt worden. Zum diesjährigen Wettbewerbsthema „Offen denken – damit sich Neues entfalten kann“ lieferte das von Prof. Klaus Kümmerer geleitete Projekt „Nachhaltiges Medikamentendesign“ Ideen zur Erzeugung biologisch abbaubarerer Arneimittel. Die Leuphana konnte damit bereits die neunte Auszeichnung in Folge verbuchen. Ob Hormone, Antibiotika oder Schmerzmittel: In Flüssen, Bächen und Seen finden sich Rückstände von Medikamenten, die der Gesundheit von Menschen und Tieren schaden können. Das Institut für nachhaltige Chemie und Umweltchemie der Leuphana Universität Lüneburg forscht deshalb an einer Methode, die es möglich macht, dass Antibiotika und andere Arzneimittel von Bakterien in der Umwelt abgebaut werden, nachdem sie den Körper des Patienten verlassen haben. Auf diese Weise erschließt das Verfahren neue Wege, um beispielsweise Antibiotikaresistenzen einzudämmen. Mithilfe von 3-D-Modellen und computergestützten Verfahren erstellen die Wissenschaftler passende Molekülvarianten, die anschließend hergestellt und getestet werden. Kümmerer ist für seine Forschungen in der Vergangenheit schon mehrfach ausgezeichnet worden. Unter anderem erhielt er 2015 den Wasser-Ressourcenpreis der Kurt-Rüdiger-Bode Stiftung. „Deutschland – Land der Ideen“ ist eine gemeinsame Standortinitiative der Bundesregierung und der deutschen Wirtschaft, vertreten durch den BDI. Die Deutsche Bank ist seit 2006 Partner und Nationaler Förderer des Wettbewerbs „Ausgezeichnete Orte im Land der Ideen“. Ziel ist es, Innovationen aus Deutschland im In- und Ausland sichtbar zu machen und die Leistungskraft und Zukunftsfähigkeit des Standorts zu stärken.
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