Neue Kooperation soll Wiederbelebungsrate durch Laien steigern11. Juli 2024 Starke Partner bündeln ihre Kräfte: Thomas Voigtländer (l.) und Pierre-Enric Steiger (r.) mit dem unterzeichneten Kooperationsvertrag „Herzsicher – Gemeinsam Leben retten“. (Foto: ©Deutsche Herzstiftung) Die Deutsche Herzstiftung und die Björn-Steiger-Stiftung bündeln mit der Kooperation „Herzsicher – Gemeinsam Leben retten“ ihre Kräfte mit dem Ziel, die Todesrate durch plötzlichen Herztod zu senken. „Wir müssen Deutschland dringend fit für die Wiederbelebung machen. Andere europäische Länder wie Norwegen oder Schweden haben deutlich höhere Laien-Reanimationsraten von über 80 Prozent. Dahin müssen wir auch kommen“, betonte der Herzspezialist Prof. Thomas Voigtländer, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Herzstiftung bei einer Auftaktveranstaltung zum Start der Kooperation. Die Kooperation zwischen den beiden Organisationen ist nach Ansicht des Präsidenten der Björn-Steiger-Stiftung ein großer Meilenstein. „Mit unserer Zusammenarbeit bündeln wir künftig unsere Kompetenzen und Ressourcen und setzen diese noch effizienter ein. Damit sind wir auch in der Lage, noch mehr Menschen für das Thema Herzgesundheit und Erste Hilfe zu sensibilisieren“, sagt Pierre-Enric Steiger. Gleichzeitig könne die Kooperation zu einer noch besseren Förderung von Maßnahmen im Bereich der Prävention und der Notfallversorgung führen, dazu zählen unter anderem Schulungsmaßnahmen und weitere Präventivmaßnahmen wie die flächendeckende Installation von lebensrettenden Automatisierten Externen Defibrillatoren (AED). „Gemeinsam werden wir gezielt Projekte und Programme entwickeln, um die verschiedenen Aspekte der Herzgesundheit und der Notfallversorgung abzudecken. Damit erreichen wir eine noch breitere Wirkung und einen größeren Nutzen für die Gesellschaft“, so Steiger. Bundesweit wollen beide Organisationen gemeinsam Aktionen auf regionaler und lokaler Ebene in Form von Schulungen und Aufklärungsmaßnahmen weiterentwickeln und durchführen. Besonderes Augenmerk legen sie auf den Bereich der Wiederbelebung an Schulen, in denen die Björn-Steiger-Stiftung bereits seit Jahren mit Schulungsprojekten aktiv ist. Beide Stiftungen setzen sich für einen verpflichtenden Wiederbelebungsunterricht in Schulen ein mit der Zielsetzung, hier gemeinsam noch intensiver tätig zu werden. Auch Schulungen in Sportvereinen sollen die Vereinsmitglieder in Theorie und Praxis für die Wiederbelebung sensibilisieren und sie darin herzsicher machen. „Gemeinsam wollen wir erreichen, dass bei mindestens 80 Prozent aller Menschen, die einen beobachteten Herz-Kreislauf-Stillstand erleiden, eine qualitativ hochwertige Laien-Reanimation durchgeführt wird“, bekräftigen die Initiatoren der Kooperation.
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