Neue Spezialambulanz für Traumatherapie7. Mai 2024 Die neue Spezialambulanz für Traumatherapie befindet sich in der Hamburger Hafencity. (Foto: © Jonas Weinitschke – stock.adobe.com) Die MSH Medical School Hamburg – University of Applied Sciences and Medical University in Hamburg hat Ende April eine Spezialambulanz für Traumatherapie eröffnet. Patienten mit einer Posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS) leiden häufig unter Symptomen wie belastenden Erinnerungen an das Trauma, Alpträumen, belastenden Gefühlen wie Angst, Schuld und Scham sowie starker Anspannung, Konzentrationsschwierigkeiten und Schlafstörungen. Obwohl das Störungsbild für die Betroffenen mit enormen Einschränkungen und Belastungen verbunden ist, fehlen häufig Behandlungsplätze. Darüber hinaus wird, wenn Betroffene eine Behandlung erhalten, häufig keine traumafokussierte Behandlung – wie von den Behandlungsleitlinien empfohlen – angeboten. Die Gründung der Spezialambulanz für Traumatherapie an der MSH ist mit dem Ziel verbunden, sowohl das Angebot als auch die Qualität der Behandlung zu verbessern. Hierzu sollen – angepasst an die jeweilige Symptomatik – Behandlungen angeboten werden, die den gültigen S3-Leitlinien entsprechen. Darüber hinaus werden aber auch neue Behandlungskonzepte und innovative Interventionen im Rahmen von Therapiestudien genauer erforscht. Im Rahmen des Eröffnungssymposiums wurde das Konzept der Spezialambulanz unterschiedlichen an der Versorgung beteiligten Fachleuten, beispielsweise niedergelassen Therapeuten sowie Mitarbeitenden von Kliniken und Beratungsstellen, vorgestellt. Darüber hinaus gaben drei wissenschaftliche Vorträge einen Einblick in Therapiestudien an der MSH. Vorgestellt wurden dabei Studien zur Emotionsregulationstherapie für Betroffene mit traumatischen Kindheitserfahrungen sowie zur Behandlung von Patienten mit PTBS und komorbider Psychose. Ein Vortag zum Einsatz von Atemrobotern zur Verringerung von Schlafproblemen bei Patienten mit PTBS ermöglichte zudem Einblicke in den Einsatz innovativer Technologien als Ergänzung zur psychotherapeutischen Behandlung. Betroffene können sich an die Hochschulambulanz der MSH wenden, die Indikation für eine Behandlung in der Spezialambulanz wird dann im Rahmen eines Erstgesprächs geprüft.
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