Neuer Klinikleiter an der Charité: Bufler will Behandlung von Autoimmunerkrankungen und Lebertransplantationen stärken11. Oktober 2017 Prof. Bufler (Quelle: Charité) Prof. Philip Bufler hat zum 1. Oktober die W3-Professur auf Lebenszeit für Pädiatrie mit Schwerpunkt Gastroenterologie, Nephrologie und Stoffwechselerkrankungen am Campus Virchow-Klinikum angetreten. Damit einher geht die Ärztliche Leitung einer neuen, gleichnamigen Klinikstruktur, die aus den zusammengeführten Kompetenzzentren Gastroenterologie und Stoffwechselmedizin sowie Nephrologie entstanden ist. Für den Raum Berlin und Brandenburg entsteht damit ein Schwerpunkt für die fachgerechte Betreuung von Kindern und Jugendlichen mit gastroenterologischen und hepatologischen Erkrankungen. Die Kindergastroenterologie ist ein Spezialgebiet, das auf eine enge Vernetzung mit anderen Fachdisziplinen angewiesen ist. „Die Zusammenführung von Kindergastroenterologie, Nephrologie und Stoffwechselmedizin in einer Klinik ist ein zukunftsfähiges Konstrukt, das die Voraussetzungen schafft, um unter anderem die Kindertransplantationsmedizin an der Charité zu stärken und breiter aufzustellen“, sagt Prof. Dr. Ulrich Frei, Ärztlicher Direktor der Charité. „Mit Prof. Bufler konnte die Charité einen ausgewiesenen Experten auf den Gebieten der Kindergastroenterologie, Hepatologie und Transplantationsmedizin gewinnen“, ergänzt er. Das Ziel der neu geschaffenen Klinik ist unter anderem die Erweiterung und Stärkung des Transplantationsprogramms von Leber und Niere bei Kindern unter Einbindung der operativen und konservativen Kliniken der Charité. Der wissenschaftliche Schwerpunkt der Forschungsarbeiten von Prof. Bufler liegt in der Untersuchung von Mechanismen der angeborenen Immunität, die sowohl bei chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen als auch bei der Leberfibrogenese, einer krankhaften Vermehrung von Bindegewebe in der Leber, eine wichtige Rolle spielen. Prof. Bufler über die Pläne an seiner neuen Wirkungsstätte: „Ich freue mich auf eine rege Zusammenarbeit mit den Forschungseinrichtungen an der Charité sowie im Berliner Umfeld und sehe hierfür die besten Voraussetzungen. Eines der nächsten Ziele wird es sein, die Arbeiten zum Einfluss der Magendarmflora, des sogenannten Mikrobioms, auf die Entzündungsaktivität chronisch-entzündlicher Darmerkrankungen im Kindesalter auszuweiten. Einen weiteren klinischen und wissenschaftlichen Fokus innerhalb der pädiatrischen Gastroenterologie bilden die chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen.“ Dabei liegt dem 50-jährigen Mediziner insbesondere die Ausbildung des ärztlichen Nachwuchses am Herzen. Gemeinsam mit den anderen Kinderkliniken der Charité möchte Bufler ein neues Ausbildungskonzept etablieren und Nachwuchswissenschaftlern den Einstieg in die Forschung als Clinician Scientists ermöglichen. „Auf diese Weise können wir auch in Zukunft eine hochkompetente Versorgung von Kindern und Jugendlichen mit gastroenterologischen und hepatologischen Erkrankungen in Berlin und Brandenburg sicherstellen sowie einer Unterversorgung in der Region entgegenwirken“, erklärt Bufler. Nach seinem Medizinstudium an der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) in München arbeitete Prof. Bufler zunächst an der dortigen Kinderpoliklinik schwerpunktmäßig im Bereich der pädiatrischen Allergologie und Pneumologie sowie Neonatologie. Nach einem 2,5-jährigen Forschungsaufenthalt in Denver, Colorado, erhielt er im Jahr 2005 die Anerkennung zum Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin. Zur selben Zeit begann seine Weiterbildung zum pädiatrischen Gastroenterologen. In seiner Funktion als Oberarzt leitete er seit 2007 die pädiatrische Hepatologie am Dr. von Haunerschen Kinderspital der LMU München und agierte dort ebenfalls als stellvertretender Leiter der Abteilung für Pädiatrische Gastroenterologie. Seit 2013 ist er maßgeblich an der Entwicklung und Koordination des Kinderlebertransplantationsprogrammes an der LMU beteiligt. Quelle: Charité
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