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Liebe Leserinnen und Leser der Ärztlichen Praxis Neurologie Psychiatrie,
die fehlerhafte oder fehlende Funktion von Neuronen führt zu neurologischen oder neuropsychiatrischen Krankheitsbildern. Wie großartig wäre es doch, abgestorbene oder dysfunktionale Nervenzellen durch neuronale Stammzellen oder Reprogrammierung anderer Zelltypen im Gehirn ersetzen zu können und so verloren gegangene Fähigkeiten wiederzuerlangen oder Krankheiten zu therapieren. Was auf den ersten Blick utopisch wirkt, wird weltweit intensiv erforscht – mit Erfolg, wie jüngst gleich zwei Forschergruppen zeigen konnten.
So ist es Forschenden der Universität Mainz in Zusammenarbeit mit britischen Kollegen gelungen, Astroglia im Tiermodell genetisch so zu verändern, dass aus den ursprünglichen Stützzellen hochfrequent-feuernde hemmende Parvalbumin-positive Interneurone wurden. Wissenschaftler der Universität Freiburg konnten hingegen – ebenfalls im Tiermodell – aufklären, warum nach einem Schlaganfall die Besiedelung geschädigter Hirnbereiche mit neu gebildeten Nervenzellen aus der subventrikulären Zone nicht gelingt. Auch hier sind Gliazellen, in diesem Fall die Mikroglia, mögliche Stellschrauben für potenzielle zukünftige therapeutische Intervention.
Die detaillierten Ergebnisse der Forschergruppen sowie weitere interessante Neuigkeiten können Sie im Newsletter nachlesen.
Eine aufschlussreiche Lektüre wünscht Ihnen
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