|
Liebe Leserinnen und Leser,
pilozytische Astrozytome machen rund 20 Prozent aller primären Tumoren des Gehirns und des Zentralnervensystems aus und betreffen vor allem Kinder und Jugendliche. Auch wenn sie mit einer allgemein günstigen Prognose einhergehen, können sie aufgrund ihrer Lage in kritischen Bereichen des Gehirns zu einer erheblichen Morbidität der jungen Patienten führen. Bei einigen Betroffenen kommt es darüber hinaus trotz der aktuellen Behandlungsmöglichkeiten zu einer Tumorprogression oder einem Rezidiv. Hierfür verantwortlich sind seneszente Zellen, die sich zwar nicht mehr teilen, dafür aber entzündungsfördernde Proteine und Wachstumsfaktoren ausschütten, die zu Rückfällen führen können.
Auf der Suche nach Möglichkeiten, diese Zellen unschädlich zu machen, konnten Forschende der Universitäten Jena und Heidelberg sowie des Deutschen Krebsforschungszentrums nun die entscheidenden Gene und Proteine identifizieren, welche die Zellen in den Ruhezustand versetzen. Zudem konnten sie nachweisen, dass die Aktivität der identifizierten Gene bei verschiedenen Patienten variierte – je nachdem, ob die Betroffenen einen günstigen oder ungünstigen Krankheitsverlauf hatten. Entsprechend sei es wichtig, den Behandlungsplan für jeden Patienten individuell abzuwägen und auch die genetische Ausstattung des Tumors zu berücksichtigen, betonen die Forschenden.
Die Details zur Studie sowie weitere interessante Meldungen können Sie im Newsletter nachlesen.
Eine aufschlussreiche Lektüre wünscht Ihnen
|