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Liebe Leserinnen und Leser,
die Entwicklung immunmodulatorischer Therapien hat die Behandlung der Multiplen Sklerose revolutioniert. Seit einigen Jahren steht eine Vielzahl wirksamer Substanzen zur Verfügung, um die überschießende Immunreaktion einzudämmen. Doch wie so oft in der Medizin helfen nicht alle dieser Wirkstoffe allen Patienten gleich gut. Abgesehen von ein paar grundsätzlichen Regeln haben Ärzte daher die Qual der Wahl, wenn es darum geht, die richtige Therapie für den individuellen Patienten auszuwählen. Dies galt bislang auch für die beiden Basistherapien Beta-Interferon und Glatirameracetat. Nun hat ein internationales Forscherteam unter Leitung der Universität Münster jedoch einen genetischen Biomarker identifiziert, der vorhersagt, ob MS-Patienten gut auf eine Behandlung mit Glatirameracetat ansprechen. Entscheidend ist demnach der HLA-Gewebetyp, dessen Bestimmung bislang auch vor Transplantationen Anwendung findet. Als interessante Zusatzerkenntnis ihrer Untersuchungen haben die Forschenden entdeckt, dass offenbar nur wenige Fragmente des Polypeptids für Wirksamkeit von Glatirameracetat verantwortlich sind. Dies könnte zur Weiterentwicklung des Wirkstoffes beitragen.
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