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Liebe Leserinnen und Leser,
Schlaganfälle sind die Hauptursache für erworbene Behinderung im Erwachsenenalter und gehen mit erheblichen persönlichen, aber auch ökonomischen Belastungen einher. Umso wichtiger ist es zu verstehen, wie im Fall von ischämischen Hirninfarkten die auslösenden Thromben entstehen und möglicherweise auch vom Körper selbst wieder beseitigt werden können. Als Mitverursacher von Thrombosen galten bislang Immunzellen wie Neutrophile und Monozyten. Nun konnten Münchener Forschende aber zeigen, dass diese Zellen nicht nur Schaden anrichten, sondern auch helfen können, Thromben wieder aufzulösen. Welche Funktion sie übernehmen, hängt nämlich vom Milieu ab, in dem sie sich befinden. In der sauerstoffarmen Umgebung innerhalb des Thrombus verändern sich Neutrophile so, dass sie thrombolytische Enzyme produzieren. Dieser Prozess kann zudem durch Aktivierung eines bestimmten Signalwegs noch verstärkt werden. Die Forschenden hoffen nun, diese Erkenntnisse für die Entwicklung neuer Thrombolytika nutzen zu können, die kein oder nur ein geringeres Risiko für Hirnblutungen mit sich bringen.
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