Ausgabe 19/2026

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Montag, 04. Mai 2026

Liebe Leserinnen und Leser,

eine große retrospektive US-Analyse mit mehr als 500.000 Patienten stellt die routinemäßige Kombinationstherapie aus Amoxicillin und Clavulansäure bei akuter bakterieller Sinusitis infrage. Im Vergleich zur Monotherapie mit Amoxicillin zeigte sich kein Unterschied hinsichtlich des Therapieversagens, jedoch ein leicht erhöhtes Risiko für sekundäre Infektionen unter der Kombinationsbehandlung. Die Ergebnisse stützen damit die Empfehlung der deutschen S2k-Leitlinie „Antibiotikatherapie bei HNO-Infektionen“, nach der erst bei drohenden Komplikationen eine Kombinationstherapie in Erwägung gezogen werden sollte. Bei einer unkomplizierten akuten Rhinosinusitis empfiehlt die Leitlinie, auf die Antibiotika-Gabe zu verzichten.

Eine Tübinger Langzeitanalyse belegt, dass einige Personen mit hohem Diabetesrisiko trotz nachhaltiger Gewichtsreduktion weiterhin eine Verschlechterung der Glukosestoffwechsel­parameter und eine hohe Manifestationsrate für Typ-2-Diabetes aufweisen. Die Daten der Forschungsgruppe deuten darauf hin, dass eine Insulinresistenz bei diesen Personen zu einem Anstieg des Blutzuckerspiegels führt. Dabei ist die Insulinresistenz höchstwahrscheinlich durch eine ausgeprägte Fettleber bedingt, die eine Beeinträchtigung der Insulinsekretion aus den Betazellen verursacht. Sollten sich die Ergebnisse in einer prospektiven Studie bestätigen, wären maßgeschneiderte Ansätze zur Diabetesprävention erforderlich.

Lesen Sie mehr zu diesen und weiteren Themen aus der Allgemeinmedizin im heutigen Newsletter und auf unserem Nachrichtenportal.

Ich wünsche Ihnen eine interessante Lektüre und eine gute Woche.




   Ihr
   Ingo Schroeder

 

 
 
Akute Sinusitis: Kein Vorteil für Kombination zweier Antibiotika

Akute Sinusitis: Kein Vorteil für Kombination zweier Antibiotika

In den USA empfehlen Leitlinien – anders als in Deutschland – die Kombination aus Amoxicillin und Clavulansäure zur Behandlung einer akuten Sinusitis. Eine aktuelle Studie hat diesen Standard hinterfragt und fand keine Vorteile für die Kombi-Therapie.

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Semaglutid. Stärker denn je.1,2

Mit Wegovy® 7,2 mg bei Adipositas3 gab es durchschnittlich eine Gewichtsabnahme von ~ 21 % (STEP UP1,*).

Mit Ozempic® 2 mg bei Typ 2 Diabetes4 lag die HbA1c-Senkung im Mittel bei 2,2 % (SUSTAIN FORTE2).

Neben der Gewichtsreduktion (Wegovy®) und der Blutzuckerkontrolle (Ozempic®) konnte mit Semaglutid die Reduktion des kardiovaskulären Risikos erreicht werden (SELECT5,‡, SUSTAIN 66).

Referenzen und Pflichttext

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Hohes Diabetesrisiko trotz langfristigem Gewichtsverlust?

Gesunde Ernährung, Abnehmen und mehr Bewegung können Typ-2-Diabetes wirksam vorbeugen. Allerdings profitieren nicht alle Menschen mit erhöhtem Diabetesrisiko in gleichem Maße von Lebensstilinterventionen, wie eine Tübinger Studie zeigt.

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Bei Covid: PAXLOVID®

Patient:innen mit mindestens einem Risikofaktor für schwere COVID-Verläufe* wie kardiovaskuläre Erkrankungen, Diabetes oder COPD haben im Rahmen einer Covid-19-Infektion auch ein erhöhtes Risiko für eine Verschlechterung ihrer Grunderkrankung. Schützen Sie vulnerable Gruppen frühzeitig – budgetneutral mit PAXLOVID®.1,2,3,4

Referenzen | Fachinformation

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Die Folgen von zu vielen Snacks während des Lockdowns

Die Folgen von zu vielen Snacks während des Lockdowns

Menschen mit einem gestörtem Glukosestoffwechsel, die während der COVID-19-Pandemie vermehrt zu Snacks griffen und sich weniger bewegten, scheinen auch nach dem Lockdown größere Probleme mit ihrem Blutzucker zu haben. Darauf deuten die Ergebnisse einer Beobachtungsstudie in Japan hin.

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HPV-Impfung: Geeignete Erwachsene im Praxisalltag erkennen?

Auch junge Erwachsene können individuell von der HPV-Impfung profitieren. Jetzt Patientenprofile entdecken und Impfbedarf erkennen!

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OSA-Schweregrad: Starke Schwankungen weisen auf Herz-Risiko hin

Menschen mit Obstruktiver Schlafapnoe (OSA) haben ein um 30 Prozent höheres Risiko für Herzinfarkt, Schlaganfall oder Herzinsuffizienz, wenn sich der OSA-Schweregrad von Nacht zu Nacht stark verändert. Das zeigt eine neue Studie.

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Low-FODMAP oder Antibiotikum bei Reizdarm? Darmmikrobiom sagt möglicherweise den Behandlungserfolg voraus

Low-FODMAP oder Antibiotikum bei Reizdarm? Darmmikrobiom sagt möglicherweise den Behandlungserfolg voraus

Bei Patienten mit von Diarrhoe geprägtem Reizdarmsyndrom (RDS-D) können eine Ernährungsweise, die arm an fermentierbaren Kohlenhydraten ist (Low-FODMAP), und das Antibiotikum Rifaximin vergleichbare und signifikante Linderung verschaffen.

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PANORAMA:

Ein Modellprojekt aus Hessen könnte bundesweit Schule machen. Die Grundidee klingt wie eine Binsenweisheit: Nicht jeder, der den Notruf wählt, ist ein Notfall. Wo liegt das Problem?
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Schwarz-weiß gemustert und stechfreudiger als heimische Arten: Die Asiatische Tigermücke breitet sich weiter in Baden-Württemberg aus. In diesen Wochen schlüpfen die ersten Tiere der Saison.
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Kommt die GKV-Reform, wie vom Bundeskabinett beschlossen, warnen Ärzte vor konkreten Folgen für Patienten. Die Kassenärztliche Vereinigung Baden-Württemberg hat zwei niedergelassene Ärzte befragt, welche Konsequenzen für ihren Praxisalltag dieses Gesetz hat.
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TERMINE:

28. Substitutionsforum Plattform für Drogentherapie
9.–10. Mai 2026
Mondsee (Österreich)

130. Deutscher Ärztetag
12.–15. Mai 2026
Hannover

European School of Internal Medicine
31. Mai–6. Juni 2026
Alexandroupolis (Griechenland)

52. Jahrestagung der Gesellschaft für Neonatologie und Pädiatrische Intensivmedizin
17.–19. Juni 2026
Mannheim

 
 

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