Ausgabe 25/2026

Klicken Sie hier, um diesen Newsletter online anzusehen!

newsletter-logo-allgem-kom
 
 

Montag, 15. Juni 2026

Liebe Leserinnen und Leser,

subjektiv wahrgenommene Gedächtnisprobleme – zusammengefasst unter dem Begriff „Subjective Cognitive Decline“, kurz „SCD“, könnten eine Rolle in der Früherkennung von Demenz spielen. Eine Analyse von Daten aus drei bevölkerungsbasierten Kohorten mit rund 19.000 Personen über 60 Jahren zeigte, dass etwa 40 Prozent die Kriterien eines „SCD Plus“ erfüllen. Diese Form subjektiver kognitiver Beeinträchtigung trat vermehrt gemeinsam mit etablierten Demenzrisikofaktoren wie Depression, Hypertonie, Diabetes und kardiovaskulären Erkrankungen auf. Auch Schlafstörungen, Hörprobleme und Bewegungsmangel waren assoziiert. Die Ergebnisse unterstreichen das Potenzial von SCD-Plus-Kriterien als niedrigschwellige Marker, erlauben jedoch keine kausalen Schlussfolgerungen.
Aktuelle Daten zur Darm-Hirn-Achse liefern neue Erkenntnisse zu funktionellen gastrointestinalen Erkrankungen wie Reizdarmsyndrom und funktioneller Dyspepsie. Störungen der Darm-Hirn-Interaktion werden im Rahmen der aktualisierten Rom‑V‑Kriterien als Ergebnis komplexer Wechselwirkungen zwischen Nerven‑, Immun- und Hormonsystem sowie der Darmmikrobiota verstanden. Psychosoziale und soziokulturelle Faktoren – etwa chronischer Stress, soziale Isolation oder kulturelle Tabus im Umgang mit Magen-Darm-Beschwerden – beeinflussen dabei die Symptomatik und den Krankheitsverlauf maßgeblich. Der gestärkte biopsychosoziale Ansatz spricht für individualisierte Therapiestrategien, die pharmakologische Behandlung, Ernährungsmodifikation, Stressbewältigung und psychologische Verfahren kombinieren.
Lesen Sie mehr zu diesen und weiteren Themen aus der Allgemeinmedizin im heutigen Newsletter und auf unserem Nachrichtenportal.
Ich wünsche Ihnen eine interessante Lektüre und eine gute Woche.




   Ihr
   Ingo Schroeder

 

 
 
Sind Gedächtnisprobleme frühe Hinweise auf Demenz?

Sind Gedächtnisprobleme frühe Hinweise auf Demenz?

Subjektiv wahrgenommene Gedächtnisprobleme sind bei älteren Menschen weit verbreitet. Eine aktuelle Studie liefert nun neue Hinweise darauf, dass bestimmte Gedächtnisveränderungen besonders häufig gemeinsam mit bekannten Risikofaktoren für Demenz auftreten.

Lesen Sie hier weiter ...
 
 
Advertorial

Risiko Hypertonie in der Schwangerschaft

Sechs bis acht Prozent aller Schwangeren entwickeln einen Bluthochdruck. Die aktuelle Versorgungsleitlinie der DGGG empfiehlt daher eine genauere medikamentöse Einstellung und ein frühes Präeklampsie-Screening, um Risiken zu senken und die Schwangerschaft zu verlängern. Mit der Leitlinie soll auch das Risiko von Folgeerkrankungen nach der Schwangerschaft stärker in das Bewusstsein rücken.1

Referenzen

biermann_15
 

Gehirn, Emotionen und Darm: Wie Kultur, Stress und das soziale Umfeld die Darmgesundheit prägen

Bauchschmerzen vor einer wichtigen Prüfung, Übelkeit bei starkem Stress oder plötzliche Darmbeschwerden nach belastenden Lebensereignissen – viele Menschen betrachten solche Symptome als vorübergehende körperliche Reaktion. Doch immer mehr Belege bestätigen, dass die Verbindung zwischen Gehirn und Darm weitaus tiefgreifender ist.

Lesen Sie hier weiter ...
 
 
    Advertorial    
 
 

Dengue: Globale Ausbreitung führt zu hoher Praxisrelevanz

Das Dengue-Virus breitet sich weltweit aus.1 In 136 Ländern und Gebieten wurden laut WHO autochthone Übertragungen gemeldet.2 Zugleich steigen die Zahlen internationaler Fernreisen3 und damit die Wahrscheinlichkeit, aus Gebieten mit aktiver Übertragung mit einer Infektion zurückzukehren. Ein guter Grund, Dengue in der Reiseberatung zu thematisieren. 

Referenzen | Pflichttext
C-APROM/DE/QDE/0125

QTA_QDI_26004_Digitalanzeigen_2026_V2.3_YaN_2_200x250px
 
 
 
 
GLP-1-Rezeptoragonisten: Gewichtsverlust ohne relevanten Muskelschwund

GLP-1-Rezeptoragonisten: Gewichtsverlust ohne relevanten Muskelschwund

Ein ausgeprägter Gewichtsverlust unter GLP-1-Rezeptoragonisten scheint nicht zu einem klinisch relevanten Muskelschwund zu führen. Aktuelle Daten sprechen dafür, dass die Gewichtsreduktion überwiegend auf den Verlust von Fett- und Lebermasse zurückzuführen ist, während Muskelmasse und Muskelkraft weitgehend erhalten bleiben.

Lesen Sie hier weiter ...
 
 
 
    Advertorial    
 
 

ELIQUIS®: Unterm Strich zählt die Evidenz1–12

In der RCT COBRRA zeigte ELIQUIS® vs. Rivaroxaban bei akuter VTE ein signifikant niedrigeres Risiko für klinisch relevante Blutungen* bei vergleichbarer Rate an VTE-Rezidiven.1 In der Schlaganfallprophylaxe bei VHF war ELIQUIS® vs. Rivaroxaban in der neuen Metaanalyse mit 26 Studien mit weniger Schlaganfällen/SE und weniger schweren Blutungen assoziiert.,6

ELIQUIS®-FI | Referenzen

260327_ELQ_Werbemittel_INDI_Header_UntermStrich_01_200 x 200
 
 
 

Erster Dreifach-Hormonrezeptoragonist verbessert metabolische Parameter bei Typ-2-Diabetes und Adipositas

Der Wirkstoff Retatrutid hat in Phase-III-Studien vielversprechende Ergebnisse gezeigt: Menschen mit Typ-2-Diabetes verzeichneten unter dem Dreifach-Agonisten deutliche Effekte auf Blutzuckerkontrolle und Gewichtsreduktion. Auch Menschen mit Adipositas scheinen zu profitieren.

Lesen Sie hier weiter ...
 

 
 
Vorhofflimmern: Geschlecht verliert an Gewicht in der Schlaganfall-Risikobewertung

Vorhofflimmern: Geschlecht verliert an Gewicht in der Schlaganfall-Risikobewertung

Neue Daten zu Vorhofflimmern stützen die Annahme, dass das weibliche Geschlecht unter 75 Jahren kein unabhängiger Risikofaktor für einen Schlaganfall ist. Die Ergebnisse untermauern die aktuellen ESC-Empfehlungen, die das Geschlecht nicht mehr als eigenständigen Faktor in der Risikostratifizierung berücksichtigen.

Lesen Sie hier weiter ...
 
 
 

PANORAMA:

Laut Heilmittel-Report 2026 steigen die Kosten, aber zur Versorgungsqualität ist wenig bekannt. Ein starker Anstieg der Behandlungen – und damit der Kosten – ist seit Einführung der Blankoverordnung zu verzeichnen. Ob das Patienten nutzt, bleibt unklar.
Weiterlesen ...

Während die Apotheker zugunsten einer „schnelleren und effizienteren Versorgung“ Kompetenzen in der Primärversorgung für sich geltend machen, erteilen Ärzteverbände der „Primärversorgung light“ in der Apotheke eine „klare Absage“.
Weiterlesen ...

Die Kritik an Sparvorgaben für den Pharmasektor wächst: Nach zwei gestoppten Großinvestitionen in Deutschland stellt auch Pfizer Pläne auf den Prüfstand.
Weiterlesen ...

TERMINE:

Allgemeinmedizin Refresher Berlin (Programm B, hybrid)
24.–27. Juni 2026
Berlin

ASCO Breakthrough 2026
25.–27. Juni 2026
Singapur

Kongress „Kopfschmerzen und kein Ende – im Kontext mit Bewegungsstörungen“
26.–28. Juni 2026
Pörtschach am Wörthersee (Österreich)

16. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin
23.–26. September 2026
Freiburg im Breisgau

 
 

„KOMPAKT ALLGEMEINMEDIZIN“ ist ein Titel der Biermann Verlag GmbH in Köln. Sie erhalten diese E-Mail, da Sie für diesen Newsletter angemeldet sind. Sie können in unserem Fachportal weitere Newsletter zu verschiedenen medizinischen Fachrichtungen abonnieren. Sollten Sie kein Interesse mehr an diesem Newsletter haben, können Sie sich hier abmelden. Haben Sie Fragen oder Anregungen zu unseren Themen und Inhalten, freuen wir uns auf Ihre E-Mail: [email protected] Bitte beachten Sie, dass dieser Newsletter nur Angehörigen der Heilberufe gemäß HWG §10 zugänglich gemacht werden darf; das gilt auch für das Weiterempfehlen und Weiterleiten.

Impressum: Biermann Verlag GmbH | MedCon Health Contents GmbH | HRB Bonn 11110 | HRB Köln 78926

Geschäftsführer: Dr. med. Hans Biermann

Hier vollständiges Impressum aufrufen