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Liebe Leserinnen und Leser,
es ist wohlbekannt, dass Übergewicht kein rein ästhetisches Problem ist. Die Liste der damit einhergehenden Komorbiditäten ist lang – und der Kampf gegen die überzähligen Pfunde gleicht oft einer Herkulesaufgabe. Die Gewichtsreduktion mittels Abnehmspritze könnte hier eine gangbare Option darstellen. Doch ist es eine Lösung ohne Ende?
Das Absetzen der Therapie mit GLP-1- oder GIP/GLP-1-Rezeptoragonisten führt in der Regel zu einer erneuten Gewichtszunahme. Müssen Betroffene also potenziell lebenslang Medikamente einnehmen? Studienergebnisse zu Tirzepatid, die kürzlich auf dem European Congress on Obesity (ECO2026) diskutiert wurden, geben in dieser Hinsicht jedenfalls keine Entwarnung. Ein kleiner Lichtblick ist aber, dass die Dauermedikation mit dem Wirkstoff möglicherweise in einer reduzierten Dosis erfolgen kann, um den Gewichtsverlust – und die damit einhergehenden gesundheitlichen Vorteile – weitestgehend aufrecht zu erhalten.
Ebenfalls auf dem ECO2026 vorgestellt wurden die Ergebnisse einer dänischen Registeranalyse. Diese legen nahe, dass eine Gewichtsreduktion mit GLP-1-Rezeptoragonisten auch einen gewissen Grad an Migräneprophylaxe zu bieten scheint: Die Einleitung einer Semaglutid-Therapie zur Gewichtsreduktion war in der Analyse mit einer allmählichen Reduktion des Triptanverbrauchs im ersten Jahr nach Behandlungsbeginn verbunden. Ob dieser Effekt direkt auf den Wirkstoff oder indirekt auf den Gewichtsverlust und die Verbesserung der Stoffwechselgesundheit zurückzuführen ist, bleibt offen. Um die Beobachtung zu bestätigen, braucht es weitere Studien.
Lesen Sie weitere spannende Studien im heutigen Newsletter. Ich wünsche Ihnen einen guten Start in die Woche.
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