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Liebe Leserinnen und Leser,
Nikotin kann unabhängig von der Darreichungsform kardiovaskuläre Schäden verursachen. Das zeigt die Übersichtsarbeit einer internationalen Arbeitsgruppe, an der auch Forschende der Universitätsmedizin in Mainz beteiligt waren. Das Risiko ist bei Verbrennungsprodukten wie Zigaretten und Wasserpfeifen am höchsten, liegt bei Tabakerhitzern und E-Zigaretten im mittleren Bereich und ist auch bei oralen Nikotinprodukten messbar. Effekte wie oxidativer Stress, Vasokonstriktion, endotheliale Dysfunktion, Hypertonie und Thrombosen waren zum Teil bereits nach einmaliger Nikotinexposition nachweisbar.
Vor diesem Hintergrund liefert ein aktualisierter Cochrane-Review wichtige Daten zur Rolle nikotinhaltiger E-Zigaretten bei der Rauchentwöhnung. In elf Studien mit mehr als 4000 Teilnehmenden waren nach sechs bis zwölf Monaten etwa zehn von 100 Personen mit E-Zigaretten rauchfrei, verglichen mit sechs von 100 unter einer Nikotinersatztherapie. Den meisten gelingt der Rauchstopp somit auch mit E-Zigaretten nicht. Zudem bleiben Langzeitfolgen, dualer Konsum und die Rolle des Vapings nach der Tabakabstinenz unklar. Die Autoren weisen daher darauf hin, dass E-Zigaretten nicht für jeden, der mit dem Rauchen aufhören möchte, zwangsläufig die beste Methode sind. Vielmehr sollten sich Betroffene gezielt durch Experten beraten lassen.
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Ich wünsche Ihnen eine interessante Lektüre und eine gute Woche.
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