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Liebe Leserinnen und Leser,
viele Eltern sind verunsichert, wenn ihr Kind – gerade, wenn es noch sehr jung ist – aufgrund eines operativen Eingriffs narkotisiert werden muss. Im Zentrum der Bedenken steht dabei ein schädlicher Einfluss der Anästhetika auf die Hirnentwicklung. In Deutschland ist Sevofluran ein Standardanästhetikum für die pädiatrische Inhalationsnarkose. In der Vergangenheit hatten Tierstudien zwar auf neurotoxische Wirkungen von Anästhetika für eine Vollnarkose hingewiesen, bei kürzeren Narkosen konnte dieser Effekt bei Kindern bislang jedoch nicht bestätigt werden. Und auch eine neue Studie im Fachmagazin „Anaesthesiology“ gibt in dieser Hinsicht Entwarnung.
Nur teilweise Entwarnung kann hingegen mit Blick auf die innerklinische Reanimation in deutschen Kliniken gegeben werden. Unter Leitung der Deutschen Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin ist jüngst der neue Bericht des Deutschen Reanimationsregisters zum Thema veröffentlicht worden. Positiv hervorzuheben ist, dass laut dem Bericht heutzutage bei der überwiegenden Mehrheit der innerklinischen Herz-Kreislauf-Stillstände mit einer Reanimation begonnen wird – größtenteils durch Pflegekräfte, bevor die Notfallteams übernehmen. Trotzdem konnten im Jahr 2024 nur 17,4 Prozent der Patienten mit dokumentierter Reanimation das Krankenhaus lebend verlassen. Für den Sprecher des Organisationskomitees des Reanimationsregisters, Prof. Jan-Thorsten Gräsner, steht daher fest: Qualität und Geschwindigkeit der Versorgung müssen kontinuierlich verbessert werden.
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