Ausgabe 21/2026

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Montag, 18. Mai 2026

Liebe Leserinnen und Leser,

„Should I Stay Or Should I Go?“ Diese Zeile des gleichnamigen Liedes verhalf der Punkrock-Band The Clash vor mehr  als 40 Jahren zur Berühmtheit – und sie wird auch heute noch gern gehört. Man könnte sie fast als Hymne der intensivmedizinischen Fachkräfte ansehen. Denn seit Jahren ist bekannt, dass diese mit ihren Arbeitsbedingungen hadern und nicht selten mit dem Exit aus der Intensivmedizin liebäugeln. Eine aktuelle multiprofessionelle Umfrage der DIVI bestätigt diesen Zustand aufs Neue.

Die Studie geht aber noch einen Schritt weiter: Die Verantwortlichen der Jungen DIVI wollten wissen, was aus Sicht der unzufriedenen Mitarbeitenden getan werden kann, um ihren ICU-Ausstieg zu verhindern. Die Ergebnisse zeigen: Eine Verschärfung der Personalsituation in der Intensivmedizin ist kein unausweichliches Schicksal – sondern kann durch gezielte Maßnahmen auf politischer wie auch auf Klinikebene angegangen werden. Welche Einflussmöglichkeiten die Studienverantwortlichen identifizierten, erfahren Sie in der heutigen Top-Meldung. Vielleicht sind darunter auch Anregungen für Ihr Team. Damit aus „Should I Stay Or Should I Go?“ eher „Wind of Change“ wird. 

Lesen Sie weitere spannende Meldungen aus Ihrem Fachgebiet im heutigen Newsletter. Einen guten Start in die Woche wünscht




   Ihre
   Dr. Aileen Hochhäuser

 

 
 
DIVI-Umfrage: Mehr als jede zweite Intensivfachkraft denkt ans Aufhören

DIVI-Umfrage: Mehr als jede zweite Intensivfachkraft denkt ans Aufhören

Die Personalsituation in der Intensivmedizin ist angespannt – und könnte sich zukünftig weiter verschärfen. Das zeigt eine aktuelle bundesweite Umfrage der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI). Dieses Schicksal ist jedoch nicht unausweichlich.

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Advertorial

MAHA + Thrombos +
Neuro-Symptome = ?

Die Trias aus Thrombozytopenie, MAHA und neurologischen Auffälligkeiten ist in der Notaufnahme nicht selten. Doch wird dabei
an aTTP gedacht? Eine seltene, aber akut lebensbedrohliche Erkrankung. Jede Stunde zählt - ohne Therapie sterben bis zu 90% der Patient*innen.1

aTTP: Erworbene thrombotisch-thrombozytopenische Purpura;
MAHA: Mikroangiopathische hämolytische Anämie.

Pflichttext
1. Kremer Hovinga JA, et al., Blood. 2010;115(8):1500-1511.

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Plötzlicher Herztod: Postmortale Blutprobe ermöglicht Bestimmung des genetischen Risikos

In den europäischen Reanimationsleitlinien hat die Genetik bisher nur eine untergeordnete Rolle gespielt. Nun wird empfohlen, eine postmortale Blutprobe bei unter 50-jährigen Betroffenen eines plötzlichen Herztods zu entnehmen. Das Ziel: Das genetische Risiko für die Familiengehörigen zu bestimmen.

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Risikofaktoren für eine Postextubationspneumonie nach Allgemeinanästhesie

Risikofaktoren für eine Postextubationspneumonie nach Allgemeinanästhesie

Schluckbeschwerden nach Extubation sind ein bekanntes Phänomen nach längerer mechanischer Beatmung, beispielsweise bei Intensivpatienten. Sie können aber auch nach kürzerer Intubation im Rahmen einer Allgemeinanästhesie auftreten – und eine Postextubationspneumonie auslösen.

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Unsere Auswahl: Aktuelles aus internationalen Journals

Intraoperative Transfusionen von allogenen Erythrozytenkonzentraten und postoperatives Delirium: Eine retrospektive Kohortenstudie in den USA.
EClinicalMedicine 2026 Apr 9:94:103885.

Vorhersagen des MySurgeryRisk-Modells zu postoperativen Komplikationen und Mortalität.
JAMA Surg 29.04.2026

Quantitative Veränderungen im Elektroenzephalogramm vor und nach einem postoperativen Delir: Eine prospektive, multizentrische Kohortenstudie.
Anesthesiology 2026 Apr 20;144(6):1380–1390.

 
 

Neue Leitlinie zur Behandlung aneurysmatischer Hirnblutungen veröffentlicht

Die drei führenden Fachgesellschaften zur Behandlung aneurysmatischer Hirnblutungen haben auf der European Stroke Organisation Conference in Maastricht (Belgien) ihre neue Leitlinie vorgestellt.

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Virtuelle Konsultationen führen zu mehr Besuchen in der Notaufnahme

Virtuelle Konsultationen führen zu mehr Besuchen in der Notaufnahme

Der Gesetzentwurf des Bundesgesundheitsministeriums zur Reform der Notfallversorgung sieht auch das Angebot von Videosprechstunden vor. Dass das zumindest im Bereich der Kinder- und Jugendmedizin nicht automatisch zur Entlastung der Notaufnahmen beiträgt, zeigt eine Studie kanadischer Wissenschaftler.

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KURZMELDUNGEN:

Von Telefonreanimation über Ersthelfer-Apps und ein AED-Register: Diese im Gesetzentwurf zur Notfallreform festgehaltenen Maßnahmen sollen das Überleben nach plötzlichem Herz-Kreislauf-Stillstand verbessern. Vom Deutschen Rat für Wiederbelebung werden sie ausdrücklich begrüßt.
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In der PREVENT-Studie soll untersucht werden, wie häufig Blutstrominfektionen durch Vancomycin-resistente Enterokokken (VRE) auftreten und welche Faktoren dabei eine Rolle spielen.
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Auf ein Neues: Mal wieder fordert eine Gruppe von Bundestagsabgeordneten eine fraktionsunabhängige Abstimmung über die Einführung der Widerspruchslösung, um die Organspendezahlen in Deutschland zu erhöhen.
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TERMINE:

Kinderanästhesie Repetitorium 2026
13.–16. Mai 2026
Stimpfach-Rechenberg

25th International Conference on Emergency Medicine
9.–13. 
Juni 2026
Hamburg

52. Jahrestagung der Gesellschaft für Neonatologie und Pädiatrische Intensivmedizin
17.–19. Juni 2026
Mannheim

GTH HICC – Haemostasis in Critical Care 2026
19.–20. 
Juni 2026
Berlin

 
 

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