Ausgabe 34/2025

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Montag, 18. August 2025

Liebe Leserinnen und Leser,

Infektionen der unteren Atemwege sind eine bekannte Komplikation bei invasiv beatmeten Intensivpatienten – auch bei jenen, die aufgrund einer akuten Hirnschädigung maschinell beatmetet werden müssen. Neben Lagerung und Pflege spielen bei der Prävention einer Atemwegsinfektion beispielsweise auch Hygienemaßnahmen, Sedierung und Weaning oder das Ernährungsmanagement eine Rolle. Eine routinemäßige systemische Antibiotikaprophylaxe zur Vermeidung einer ventilatorassoziierten Pneumonie (VAP) wird hingegen nicht empfohlen, da keine gesicherten Hinweise zur Wirksamkeit eines solchen Vorgehens existieren.

Auch eine aktuelle Metaanalyse im Fachmagazin „Chest“ vermag an dieser Einschätzung wohl nichts zu ändern. Zwar könnte es durch eine Antibiotikaprophylaxe etwas seltener zu einer VAP kommen, die Analyse hat jedoch keinen endgültigen Beleg dafür erbracht, dass sich dadurch die Mortalität verringert. Auch die Dauer der maschinellen Beatmung oder des intensivstationären Aufenthaltes verkürzen sich mit der Antibiotikaprophylaxe offenbar nicht.

Ist das Kind bereits in den Brunnen gefallen und eine nosokomiale Infektion liegt vor, lässt sich durch ein leitliniengerechtes Management (den Empfehlungen der European Respiratory Society, der European Society of Intensive Care Medicine, der European Society of Clinical Microbiology and Infectious Diseases sowie der Latin American Thoracic Association aus dem Jahr 2017 folgend) die Mortalität der Betroffenen reduzieren – zumindest, solange kein septischer Schock vorliegt. Das verdeutlicht eine weitere Studie in „Chest“.

Viel Vergnügen beim Lesen und eine erfolgreiche Woche!




   Ihre
   Dr. Aileen Hochhäuser

 

 
 
Invasiv beatmete Erwachsene mit akuter Hirnschädigung: Antibiotikaprophylaxe verringert die Mortalität offenbar nicht

Invasiv beatmete Erwachsene mit akuter Hirnschädigung: Antibiotikaprophylaxe verringert die Mortalität offenbar nicht

Sollten invasiv beatmeten Erwachsenen mit akuter Hirnschädigung prophylaktisch Antibiotika zur Vermeidung von Infektionen der unteren Atemwege (LRTIs) gegeben werden? Eine aktuelle Metaanalyse hat keinen endgültigen Beleg dafür erbracht, dass sich dadurch die Mortalität verringert.

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Invasive Mykosen bei Intensivpatienten?

AmBisome® hat sich über Jahrzehnte in der Therapie von Candidosen, Aspergillosen und Mukormykosen bei hämatologischen Patienten bewährt und wird von der AGIHO mit einer 3-fachen A-Empfehlung bewertet (Ruhnke M et al. Mycoses 2020). Deshalb: Stark starten mit AmBisome®.

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Management der nosokomialen Pneumonie nach europäischer Leitlinie senkt Mortalität

Bei Patienten mit nosokomialer Pneumonie auf der Intensivstation lässt sich durch Einhaltung europäischer Leitlinienempfehlungen die Mortalität der Betroffenen senken – solange kein septischer Schock vorliegt.

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Herzinfarkte folgen keinem Hollywood-Skript

Herzinfarkte folgen keinem Hollywood-Skript

Hollywood hat die Vorstellung vieler Menschen von einem Herzinfarkt geprägt: Jemand, der sich die Brust umklammert und dramatisch zusammenbricht. Diese irreführende Darstellung kann dazu führen, dass weniger offensichtliche Symptome ignoriert werden und medizinische Hilfe zu spät kommt.

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Unsere Auswahl: Aktuelles aus internationalen Journals

Nutzung der pädiatrischen extrakorporalen Membranoxygenierung im Zusammenhang mit sozialen Determinanten: eine multizentrische retrospektive Kohortenstudie.
Lancet Child Adolesc Health 2025;9(8):565–577.

Vergleich von maschinellem Lernen und menschlichen Vorhersagen zur Identifizierung von Trauma-Patienten, die eine Blutstillungs-Resuscitation benötigen (ShockMatrix-Studie): eine prospektive Beobachtungsstudie.
Lancet Reg Health Eur 2025;55:101340.

Erhöhte enterale Proteinzufuhr während kritischer Erkrankungen: Die TARGET-Protein-randomisierte klinische Studie.
JAMA 2025;334;(4):319–328.

 
 

Während Herz-OP: Sauerstoffüberwachung im Gewebe senkt nicht das Risiko von Komplikationen

Eine internationale, multizentrische klinische Studie hat ergeben, dass der Einsatz moderner Technologien zur Überwachung der Sauerstoffwerte im Gewebe während einer Herzoperation das Risiko schwerer Komplikationen im Anschluss nicht verringert.

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Deutsches Reanimationsregister der DGAI: 370 Menschen pro Tag erlitten 2024 einen plötzlichen Herz-Kreislauf-Stillstand

Deutsches Reanimationsregister der DGAI: 370 Menschen pro Tag erlitten 2024 einen plötzlichen Herz-Kreislauf-Stillstand

Im vergangenen Jahr haben hierzulande schätzungsweise 136.000 Menschen außerhalb eines Krankenhauses einen plötzlichen Herz-Kreislauf-Stillstand erlitten. Bei etwa der Hälfte begann der Rettungsdienst mit Wiederbelebungsmaßnahmen. Das zeigen die aktuellen Daten des Deutschen Reanimationsregisters.

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KURZMELDUNGEN:

Bei hohen Außentemperaturen leiden auch Patienten in Krankenhäusern oder Pflegeheimen unter Hitze. Fachverbände schlagen Alarm.
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Um den Fachkräftemangel zu lindern, sollen Ärzte, Apotheker und Hebammen aus dem Ausland schneller anerkannt werden – dafür soll der direkte Zugang zur Kenntnisprüfung sorgen. Ärztevertreter mahnen, dass die Versorgungsqualität nicht darunter leiden dürfe.
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Die Bundesärztekammer hat neue Regeln für die Lebendorganspende formuliert.
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TERMINE:

PALS-Kurs: Erweiterte Versorgungsmaßnahmen kritisch kranker Kinder
30. - 31. August 2025
Soest

WINFOCUS: Critical Care Ultrasound Kurs
4. - 6. September 2025
Bielefeld

34. Jahrestagung der Deutschen Transplantationsgesellschaft
9.–11. Oktober 2025
Essen

54. Bayerische Anästhesietage
10. - 11. Oktober 2025
München

 
 

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