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Liebe Leserinnen und Leser,
ein kleines Update zum letzten Newsletter ANAES, der unter dem Titel „Gesundheitswesen im Hitzestress“ stand: Nur wenige Tage nach dessen Erscheinen veröffentlichte das Robert Koch-Institut (RKI) eine Schätzung zur Zahl der Menschen, die wahrscheinlich aufgrund der extremen Temperaturen in der letzten Hitzewelle verstorben sind. Mit rund 5100 Hitzetoten übertrifft dieser Sommer demnach schon jetzt die Gesamtwerte der Vorjahre deutlich. Daten des Statistischen Bundesamtes deuten sogar auf eine noch höhere Zahl von Hitzetoten hin. Wenig überraschend waren vor allem Ältere betroffen. In der Altersgruppe der unter 65-Jährigen schätzt das RKI „nur“ etwa 300 Fälle.
Dass die klimatischen Bedingungen aber auch für die Kleinsten ein gravierendes Problem darstellen können, lässt eine Erhebung von Forschenden aus Hannover vermuten: Sie entdeckten eine Korrelation zwischen der Häufigkeit, mit der Klebsiellen-Cluster auf Neugeborenen-Intensivstationen auftraten und besonders warmen Sommernächten. Die Ergebnisse müssen zwar in weiteren Studien bestätigt werden, lassen jedoch vermuten, dass während Hitzeperioden besonders auf die Hygiene geachtet werden sollte.
Bleiben wir auf der Intensivstation, wechseln aber die Altersgruppe: Forschende aus Hamburg und Innsbruck konnten nachweisen, dass eine hypoxische Leberschädigung bei mehr als jedem fünften Intensivpatienten mit akutem Atemnotsyndrom (ARDS) auftritt und mit einer deutlich erhöhten Mortalität assoziiert ist. Die frühzeitige Erfassung von Leberfunktionsstörungen könnte daher helfen, Hochrisikopatienten früher zu identifizieren und die Therapie entsprechend anzupassen. Warum die Leber beim ARDS möglicherweise mehr Aufmerksamkeit verdient, lesen Sie im entsprechenden Beitrag.
Ich wünsche Ihnen eine interessante Lektüre.
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