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Liebe Leserinnen und Leser,
die Auswertung einer großen japanischen Geburtskohorte mit mehr als 88.000 Mutter‑Kind‑Paaren legt offen, wie sich Stillen in den ersten sechs Lebensmonaten auf allergische Erkrankungen auswirken kann. So entwickelten Kinder, die ausschließlich gestillt wurden, seltener Bronchiales Asthma und Allergische Rhinokonjunktivitis, wiesen jedoch häufiger Nahrungsmittelallergien und Atopische Dermatitis auf. Die Berücksichtigung von Stillpraktiken zusammen mit dem Zeitpunkt der Einführung von Beikost könnte so zu neuen Strategien führen, um Allergien im Kindesalter weiter zu reduzieren.
Welchen Einfluss das Darmmikrobiom auf die Entwicklung von Nahrungsmittelallergien haben kann, hat eine US-amerikanische Arbeitsgruppe herausgearbeitet. In ihrer präklinischen Studie mit Mäusen waren Veränderungen des Darmmikrobioms mit einer erhöhten Darmpermeabilität, einer Zunahme allergiefördernder T-Helfer‑Zellen vom Typ 2 sowie mit einer Abnahme regulierender T-Zellen assoziiert. Dabei war erstaunlich, dass Tiere mit zunächst milderen Reaktionen bei später gemeinsamer Haltung mit stärker betroffenen Tieren ausgeprägtere Allergiesymptome entwickelten, begleitet von einer Angleichung ihres Mikrobioms.
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