Ausgabe 32/2026

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Freitag, 07. August 2026

Liebe Leserinnen und Leser,

die Auswertung einer großen japanischen Geburtskohorte mit mehr als 88.000 Mutter‑Kind‑Paaren legt offen, wie sich Stillen in den ersten sechs Lebensmonaten auf allergische Erkrankungen auswirken kann. So entwickelten Kinder, die ausschließlich gestillt wurden, seltener Bronchiales Asthma und Allergische Rhinokonjunktivitis, wiesen jedoch häufiger Nahrungsmittelallergien und Atopische Dermatitis auf. Die Berücksichtigung von Stillpraktiken zusammen mit dem Zeitpunkt der Einführung von Beikost könnte so zu neuen Strategien führen, um Allergien im Kindesalter weiter zu reduzieren.

Welchen Einfluss das Darmmikrobiom auf die Entwicklung von Nahrungsmittelallergien haben kann, hat eine US-amerikanische Arbeitsgruppe herausgearbeitet. In ihrer präklinischen Studie mit Mäusen waren Veränderungen des Darmmikrobioms mit einer erhöhten Darmpermeabilität, einer Zunahme allergiefördernder T-Helfer‑Zellen vom Typ 2 sowie mit einer Abnahme regulierender T-Zellen assoziiert. Dabei war erstaunlich, dass Tiere mit zunächst milderen Reaktionen bei später gemeinsamer Haltung mit stärker betroffenen Tieren ausgeprägtere Allergiesymptome entwickelten, begleitet von einer Angleichung ihres Mikrobioms.

Weitere spannende Neuigkeiten lesen Sie in diesem Newsletter und auf unserem Nachrichtenportal. Eine aufschlussreiche Lektüre wünscht Ihnen




   Ihr
   Ingo Schroeder

 

 
 
Stillmuster und Allergien: Japanische Kohortenstudie liefert neue Hinweise

Stillmuster und Allergien: Japanische Kohortenstudie liefert neue Hinweise

Eine große japanische Geburtskohorte zeigt: Ausschließliches Stillen ist offenbar mit einem geringeren Risiko für Asthma und Allergische Rhinokonjunktivitis assoziiert, gleichzeitig jedoch mit einer höheren Prävalenz von Nahrungsmittelallergien.

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Opdualag® beim malignen Melanom:
5-Jahres-Update vom ASCO

Opdualag® setzt neue Maßstäbe in der Wirksamkeit gegenüber Nivolumab bei gleichzeitig guter Lebensqualität.#,1,2 Im 5-Jahres-Update der RELATIVITY-047-Studie zeigte Opdualag® vs. Nivolumab bei Patient:innen mit einer Tumorzell-PD-L1-Expression < 1 % ein deutlich verbessertes medianes Gesamtüberleben mit 38,3 vs. 25,4 Monate (HR 0,76; 95% KI 0,60-0,98 – deskriptive Analyse).3

Fachinformation | Referenzen

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Experimentelle Studie: Erhöhte Darmpermeabilität könnte Lebensmittelallergien verstärken

In einer kürzlich publizierten Studie haben deren Autoren festgestellt, dass Veränderungen des Darmmikrobioms bei Mäusen mit einer erhöhten Darmdurchlässigkeit („Leaky Gut“) sowie mit einer zunehmend starken Lebensmittelallergie in Zusammenhang standen.

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STIKO-Update: Prevenar 20® für junge Risikopatient:innen

Denken Sie bei Ihren jungen Patient:innen z. B. mit Immundefizienz u./o. -suppression an den Pneumokokken-Schutz!1 Denn: Das Risiko für eine invasive Pneumokokken-Erkrankung ist bei Kindern mit mind. einer Ko-Morbidität bis zu 17,8-fach erhöht.1 Nur Prevenar 20® ist STIKO-empfohlen & erstattbar für die Pneumokokken-Indikationsimpfung, seit Kurzem auch für 2–17-Jährige.1

Fachinformation | Referenzen

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Ampyrone als mögliche Therapieoption bei Hypopigmentierungsstörungen

Ampyrone als mögliche Therapieoption bei Hypopigmentierungsstörungen

Ampyrone steigert die Melaninproduktion in Zell- und 3D-Hautmodellen. Der Ansatz könnte neue Therapieoptionen bei Hypopigmentierungsstörungen eröffnen.

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Honig stärkt Abwehrmechanismen der Hautzellen

Honig zeigt in Zellkulturen protektive Effekte auf humane Hautzellen: Er stärkt antioxidative Abwehrmechanismen, moduliert Stressantworten und könnte einer UV-induzierten Hautalterung entgegenwirken.

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Unsere Auswahl: Aktuelles aus internationalen Journals

Patientenbelastung und Therapielücken bei der nicht segmentalen Vitiligo in Europa und den USA.
Br J Dermatol 01.08.2026

Multi‑Omics‑Analysen zeigen Wirts-Mikroben‑Interaktionen bei Atopischer Dermatitis und Psoriasis.
J Eur Acad Dermatol Venereol 05.08.2026

Frühe Belastung durch Atemwegsinfektionen und Atopische Dermatitis im Kindesalter.
JAMA Dermatol 29.07.2026

 
 
 
GLP-1-Rezeptoragonisten bei Typ-2-Diabetes mit erhöhtem Risiko für Haarausfall assoziiert

GLP-1-Rezeptoragonisten bei Typ-2-Diabetes mit erhöhtem Risiko für Haarausfall assoziiert

Der Einsatz von GLP-1-Rezeptoragonisten (GLP-1-RA) ist bei Erwachsenen mit Typ-2-Diabetes mit einem erhöhten Risiko für Haarausfall (Alopezie) verbunden. Das absolute Risiko sei laut Forschenden zwar gering, dennoch könnte die Kenntnis dieser potenziellen Nebenwirkung Therapieentscheidungen beeinflussen.

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KURZMELDUNGEN:

Viele kleine Tierchen sind in den Sommermonaten unterwegs, die stechen oder beißen. Nicht ganz so bekannt sind Herbstgrasmilben. Doch sie können starken Juckreiz verursachen.
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Lassen sich mithilfe von Krankenkassendaten auf Künstlicher Intelligenz basierende Modelle entwickeln, die Krebserkrankungen vorhersagen können? Das möchten Forschende der Medizinischen Hochschule Hannover herausfinden.
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Im Juli hat Prof. Cindy Franklin die W3-Professur für Dermatoonkologie an der Medizinischen Fakultät Carl Gustav Carus der Technischen Universität Dresden angetreten.
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TERMINE:

16th International Congress of Parasitology
16.–21. August 2026
Montréal (Kanada)

Jahrestagung 2026 der Schweizerischen Gesellschaft für Dermatologie und Venerologie
26.–28. August 2026
Zürich (Schweiz)

97. Jahrestagung der Norddeutschen Dermatologischen Gesellschaft
28.–30. August 2026
Rostock

8. Bradykinin Symposium 2026
3.–4. September 2026
Berlin

 
 

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