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Liebe Leserinnen und Leser,
die potenziellen systemischen Auswirkungen eines Typ-2-Diabetes sind allgemein bekannt, allen voran Probleme mit dem Herz-Kreislauf-System, mit den Nieren, Augen und der Wundheilung. Auch das Gehirn kann bei schlecht eingestelltem Blutzuckerspiegel Folgeschäden davontragen. So haben Menschen mit Diabetes unter anderem ein erhöhtes Risiko, zusätzlich an Parkinson zu erkranken.
Anlässlich des Welt-Parkinson-Tages am 11. April betont die Präsidentin der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (DGN), Prof. Daniela Berg, deshalb: „Diabetes-Prävention ist auch Parkinson-Prävention.“ Eine wichtige Rolle spiele hierbei insbesondere die Ernährung. Eine mediterrane Diät könne beispielsweise sowohl das Risiko für Parkinson als auch für Typ-2-Diabetes reduzieren. Gleichzeitig fordert Berg eine verantwortungsvolle Präventionspolitik, zu der auch eine Zuckersteuer zähle.
Die systemische Natur von Stoffwechselstörungen wird außerdem darin deutlich, dass immer mehr Medikamente, die ursprünglich für die Behandlung eines Diabetes entwickelt wurden, auch in anderen Bereichen Anwendung finden. Ein prominentes Beispiel ist Metformin. Analysen eines Forschungsteams aus den USA zeigen nun, dass Metformin bei übergewichtigen Patienten mit Prostatakrebs den N-Lactoyl-Phenylalanin(Lac-Phe)-Spiegel erhöht – ein Effekt, der auch nach körperlicher Aktivität auftritt. Da eine Hormontherapie bei Patienten mit Prostatakrebs oft mit einer Gewichtszunahme und Müdigkeit einhergeht, sehen die Forschenden in diesem Mechanismus eine Möglichkeit, solche Patienten während der Behandlung zu unterstützen.
Patienten unterstützen möchte auch ein interaktives System von Forschenden aus Graz. Es bereitet evidenzbasierte medizinische Informationen verständlich auf und passt die Inhalte dem Vorwissen und den Bedürfnissen der Patientinnen und Patienten an. Diese und weitere Meldungen finden Sie im heutigen Newsletter und auf unserem Nachrichtenportal.
Eine informative Lektüre und ein sonniges Wochenende wünscht Ihnen
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