Ausgabe 15/2026

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Freitag, 10. April 2026

Liebe Leserinnen und Leser,

die potenziellen systemischen Auswirkungen eines Typ-2-Diabetes sind allgemein bekannt, allen voran Probleme mit dem Herz-Kreislauf-System, mit den Nieren, Augen und der Wundheilung. Auch das Gehirn kann bei schlecht eingestelltem Blutzuckerspiegel Folgeschäden davontragen. So haben Menschen mit Diabetes unter anderem ein erhöhtes Risiko, zusätzlich an Parkinson zu erkranken.

Anlässlich des Welt-Parkinson-Tages am 11. April betont die Präsidentin der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (DGN), Prof. Daniela Berg, deshalb: „Diabetes-Prävention ist auch Parkinson-Prävention.“ Eine wichtige Rolle spiele hierbei insbesondere die Ernährung. Eine mediterrane Diät könne beispielsweise sowohl das Risiko für Parkinson als auch für Typ-2-Diabetes reduzieren. Gleichzeitig fordert Berg eine verantwortungsvolle Präventionspolitik, zu der auch eine Zuckersteuer zähle.

Die systemische Natur von Stoffwechselstörungen wird außerdem darin deutlich, dass immer mehr Medikamente, die ursprünglich für die Behandlung eines Diabetes entwickelt wurden, auch in anderen Bereichen Anwendung finden. Ein prominentes Beispiel ist Metformin. Analysen eines Forschungsteams aus den USA zeigen nun, dass Metformin bei übergewichtigen Patienten mit Prostatakrebs den N-Lactoyl-Phenylalanin(Lac-Phe)-Spiegel erhöht – ein Effekt, der auch nach körperlicher Aktivität auftritt. Da eine Hormontherapie bei Patienten mit Prostatakrebs oft mit einer Gewichtszunahme und Müdigkeit einhergeht, sehen die Forschenden in diesem Mechanismus eine Möglichkeit, solche Patienten während der Behandlung zu unterstützen.

Patienten unterstützen möchte auch ein interaktives System von Forschenden aus Graz. Es bereitet evidenzbasierte medizinische Informationen verständlich auf und passt die Inhalte dem Vorwissen und den Bedürfnissen der Patientinnen und Patienten an. Diese und weitere Meldungen finden Sie im heutigen Newsletter und auf unserem Nachrichtenportal.

Eine informative Lektüre und ein sonniges Wochenende wünscht Ihnen




   Milo Klesse
   Redaktion Diabetologie/Endokrinologie

 

 
 
Diabetes erhöht das Parkinson-Risiko: Welche Rolle die Ernährung spielt

Diabetes erhöht das Parkinson-Risiko: Welche Rolle die Ernährung spielt

Diabetes ist ein Risikofaktor für die Entstehung von Parkinson. Eine gesunde Ernährung kann das Risiko für beide Erkrankungen reduzieren. Anlässlich des Welt-Parkinson-Tages betonen deutsche Fachgesellschaften daher die Bedeutung der Ernährung in der Prävention.

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Hypoglykämien im Blick: mit KI-gestützten Prädiktionen

Die Sorge vor Hypoglykämien begleitet viele Menschen mit Diabetes – und das durchaus berechtigt: Denn Studien zufolge können diese etwa 70 Mal im Jahr auftreten.1 Mit den KI-gestützten Prädiktionen von Accu-Chek SmartGuide können Patient:innen frühzeitig reagieren, um Hypoglykämien zu verhindern bzw. deren Tiefe und Dauer zu verringern.2

Quelle

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Wirkt Metformin bei Prostatakrebs ähnlich wie Bewegung?

US-Forschende haben herausgefunden, dass Metformin bei nicht diabetischen Patienten mit Prostatakrebs möglicherweise ähnliche Effekte hat wie körperliche Aktivität. Das Medikament aktiviert ein zentrales Signalmolekül und könnte beeinträchtigte Patienten während der Krebstherapie unterstützen.

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RWE bestätigt: weniger Schmerzen bei XLH unter CRYSVITA®1

Chronischer renaler Phosphatverlust kennzeichnet die X-chromosomale Hypophosphatämie (XLH).2 Kinder mit XLH werden ab Diagnose mit CRYSVITA® (Burosumab) behandelt.2 Real-World-Daten zeigten nun auch für Erwachsene: Im Vergleich zu Phosphat und Vitamin D führte CRYSVITA® bei mehr Patient:innen zu normalisierten Serumphosphatwerten, Schmerzreduktion, weniger Steifigkeit und steigerte die Mobilität.1

CRYSVITA® Pflichttext | Referenzen

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Adipositas als Risikofaktor für Nierenfunktionsabfall bei HFpEF

Adipositas als Risikofaktor für Nierenfunktionsabfall bei HFpEF

Laut einer aktuellen Studie ist Übergewicht bei Patienten mit Herzinsuffizienz mit erhaltener Ejektionsfraktion (HFpEF) mit einer Verschlechterung der Nierenfunktion verbunden, unabhängig von Risikofaktoren wie Diabetes und Bluthochdruck.

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Mitten im Leben: 1x wöchentliches
Wachstumshormon Sogroya®

Sogroya® (Somapacitan) bietet Patienten mehr Freiheit im Leben,1 ohne Kompromisse bei der Therapie – denn Sogroya® bietet eine vergleichbare Effektivität und Sicherheit wie tägliches Wachstumshormon2–5 – bei 313 injektionsfreien Tagen pro Jahr.6

Referenzen | Basistext

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Individuelle Gesundheitsinformationen auf Knopfdruck

Forschende aus Graz haben ein interaktives System entwickelt, das evidenzbasierte medizinische Informationen verständlich aufbereitet. Das Besondere der Anwendung: Die Inhalte werden automatisch an Vorwissen und Bedürfnisse von Patientinnen und Patienten angepasst.

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Unsere Auswahl: Aktuelles aus internationalen Journals

Evolocumab zur Reduzierung erster schwerwiegender kardiovaskulärer Ereignisse bei Patienten ohne bekannte signifikante Atherosklerose und mit Diabetes
JAMA 28.03.2026

Automatisierte Insulinabgabesysteme (AID) bei Typ-2-Diabetes mellitus: Eine systematische Übersichtsarbeit und Metaanalyse
Diabetes Care 06.04.2026

Vergleich der Inzidenzmuster und Risikoprofile von ST-Hebungs- und Nicht-ST-Hebungs-Myokardinfarkten bei Typ-1-Diabetes in Finnland: eine landesweite Kohortenstudie
Lancet Diabetes Endocrinol 20.03.2026

Semaglutid und seine Auswirkungen auf Leberfibrose und Herz-Kreislauf-Ergebnisse bei Patienten mit hohem Risiko für Leberfibrose: eine vorab festgelegte Analyse der randomisierten SELECT-Studie
Nat Med 02.04.2026

 
 
 
Neue S3-Leitlinie zu Schilddrüsenknoten

Neue S3-Leitlinie zu Schilddrüsenknoten

Um mehr Orientierung und Sicherheit bei der Diagnostik von Schilddrüsenknoten zu vermitteln, hat die Deutsche Gesellschaft für Allgemeinmedizin und Familienmedizin (DEGAM) eine neue S3-Leitlinie vorgestellt.

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PANORAMA:

Die Ausgaben im Gesundheitswesen haben sich in den letzten 30 Jahren mehr als verdreifacht und lagen 2025 bei weit mehr als 500 Milliarden Euro.
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Wie ernähren sich die Menschen in Deutschland? Beantworten soll das das Nationale Ernährungsmonitoring (nemo), in dessen Rahmen nun eine bundesweite Studie startet.
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Ein neues Cochrane Review bewertet den Nutzen von hochintensivem Intervalltraining (HIIT) bei gesunden, aber bislang körperlich inaktiven Erwachsenen.
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TERMINE:

132. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin
18.04. – 21.04.2026
Wiesbaden

22nd International Congress of Endocrinology
02.06. – 05.06.2026
Kyoto (Japan)

14th World Congress on Diabetes & Endocrinology
08.06. – 09.06.2026
London (Großbritannien)

Annual Congress of the Central European Diabetes Association 2026
25.06. – 27.06.2026
Düsseldorf

 
 

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