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Liebe Leserinnen und Leser,
vergangene Woche hatte ich Ihnen die aktuellen Cochrane-Reviews zum Nutzen von GLP-1-Rezeptoragonisten mitgebracht. Die Autoren bewerteten darin den kardiovaskulären Nutzen von Semaglutid (bei adipösen Patienten) als wahrscheinlich klinisch kaum relevant und bemängelten das Fehlen Hersteller-unabhängiger Studien. Auch wenn die Frage nach der klinischen Relevanz vermutlich bestehen bleibt, haben sich die kardioprotektiven Effekte von Semaglutid und Tirzepatid bei Patienten mit Typ-2-Diabetes dennoch in Real-World-Daten bestätigt. Die Ergebnisse legen außerdem nahe, dass zwischen den beiden Wirkstoffen tatsächlich nur kleine Unterschiede bestehen.
Damit Patienten mit Diabetes allerdings auch auf ihr Herz hören können, sollten sie regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen wahrnehmen. Eine systematische Übersichtsarbeit und Metaanalyse von Forschenden aus Spanien ergab nämlich, dass Diabetiker ein mehr als viermal so hohes Risiko für einen Hörverlust aufweisen wie Kontrollpersonen ohne Diabetes. Ein Team aus den USA und China war derweil in der Lage, menschliche Magenzellen in insulinproduzierende Zellen umzuprogrammieren. Der Ansatz sei vielversprechend für autologe Therapiemöglichkeiten bei Typ-1-Diabetes – den Insulinpen überflüssig machen wird er so schnell wohl aber nicht.
Außerdem erfahren Sie weiter unten, welche Möglichkeiten für neue Präventionsstrategien sonst noch in der Pipeline stehen und was Sie tun sollten, wenn ihr Hund plötzlich ständig Durst hat (Spoiler: Diabetes). Ich wünsche Ihnen eine informative Lektüre und ein schönes Wochenende!
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