|
Liebe Leserinnen und Leser,
angesichts der Kosten, die dem Gesundheitssystem durch ungesunde Verhaltensweisen wie Rauchen, Bewegungsmangel und Alkoholkonsum entstehen, sollte die Prävention stärker in den Fokus gesundheitspolitischer Maßnahmen rücken. Und die muss bereits im Kindesalter ansetzen. Denn aus kranken Kindern werden mit hoher Wahrscheinlichkeit kranke Erwachsene.
Dass hierfür gar nicht so viel Aufwand nötig ist, zeigten beispielsweise US-amerikanische Forschende auf den EPI|Lifestyle Scientific Sessions 2026 der American Heart Association. Schon eine halbe Studie mehr körperliche Aktivität pro Tag verbessert bei Jugendlichen die Insulinresistenz deutlich und schützt sie so vor Typ-2-Diabetes. Wem das zu anstrengend ist, profitiert auch von einer halben Stunde mehr Schlaf – wenn auch nicht so stark.
Forschende des Karolinska-Instituts in Stockholm zeigen, dass auch metabolisch gesunde Kinder und Jugendliche mit Adipositas ein erhöhtes Risiko haben, im späteren Leben an Typ-2-Diabetes, Bluthochdruck und abnormalen Blutfettwerten zu erkranken. Die Schlussfolgerung daraus ist klar: Auch diese Kinder müssen dabei unterstützt werden, Gewicht zu verlieren und ein gesundes Essverhalten zu lernen.
Gesundheitspolitisch und gesellschaftlich liegt die Aufgabe also darin, Übergewicht, Bewegungsmangel, aber auch starke psychische Belastungen bei Kindern gar nicht erst entstehen zu lassen. Und hierfür sind sicher deutlich weniger finanzielle Mittel nötig als für die Behandlung von Stoffwechsel-, Herz-Kreislauf- oder psychischen Erkrankungen im Erwachsenenalter.
Eine informative Lektüre und ein erholsames Wochenende wünscht Ihnen
|