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Liebe Leserinnen und Leser,
die Ernährung ist und bleibt – natürlich zurecht – eins der meistdiskutierten Themen in der Medizin. Als „Superfoods“ schaffen es einzelne Lebensmittel immer wieder ins Rampenlicht, nicht immer ist der Hype gerechtfertigt. Bei Hafer scheinen sich Wissenschaft und Allgemeinheit zwar relativ einig, doch wie so oft liegt die Krux im Detail. Denn offenbar spielt nicht nur eine Rolle, wie und womit wir Hafer zu uns nehmen, sondern auch wie viel und wie lange.
Neue Daten der Universität Bonn zeigen, dass Personen mit metabolischem Syndrom nach einer zweitägigen Haferkur – bestehend aus täglich 300 g Haferflocken – signifikant niedrigere Cholesterinwerte aufwiesen. Eine sechswöchige Diät mit täglich 80 g Haferflocken erzielte hingegen eine deutlich geringere positive Wirkung. Bemerkenswert daran: Die Effekte der zweitägigen Intensivkur waren tendenziell auch noch sechs Wochen später messbar. Vermittelt werden die Effekte wohl über das Darmmikrobiom und bestimmte Stoffwechselprodukte, die bei der Verarbeitung von Hafer entstehen.
Mit ihrer Ernährung müssen sich zwangsläufig auch viele Betroffene mit dem polyzystischen Ovarialsyndrom (PCOS) beschäftigen, die an Übergewicht und Insulinresistenz oder Typ-2-Diabetes leiden. Doch auch hier weisen immer mehr Studien darauf hin, dass bestimmte Moleküle in Lebensmitteln therapeutische Effekte haben. Forschende aus Großbritannien identifizierten mithilfe eines Machine-Learning-Algorithmus nun vier neue Moleküle, die als Nutrazeutika PCOS-Symptome lindern könnten. Darunter waren beispielsweise Verbindungen, die in grünem Tee und Mandeln enthalten sind.
Fällt der Gewichtsverlust bei Frauen nach der Menopause unter Tirzepatid größer aus, wenn sie zeitgleich eine Hormontherapie machen? Lässt sich das Risiko für Typ-2-Diabetes bei Menschen mit Prädiabetes durch eine Analyse epigenetischer Marker im Blut abschätzen? Und kann sich ein leichtes Aktivitätsniveau schon positiv auf die Überlebenschancen auswirken? Das und mehr erfahren Sie außerdem in diesem Newsletter. In diesem Sinne wünsche ich Ihnen eine informative Lektüre und ein schönes Wochenende!
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