Ausgabe 5/2026

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Freitag, 30. Januar 2025

Liebe Leserinnen und Leser,
die Ernährung ist und bleibt – natürlich zurecht – eins der meistdiskutierten Themen in der Medizin. Als „Superfoods“ schaffen es einzelne Lebensmittel immer wieder ins Rampenlicht, nicht immer ist der Hype gerechtfertigt. Bei Hafer scheinen sich Wissenschaft und Allgemeinheit zwar relativ einig, doch wie so oft liegt die Krux im Detail. Denn offenbar spielt nicht nur eine Rolle, wie und womit wir Hafer zu uns nehmen, sondern auch wie viel und wie lange.
Neue Daten der Universität Bonn zeigen, dass Personen mit metabolischem Syndrom nach einer zweitägigen Haferkur – bestehend aus täglich 300 g Haferflocken – signifikant niedrigere Cholesterinwerte aufwiesen. Eine sechswöchige Diät mit täglich 80 g Haferflocken erzielte hingegen eine deutlich geringere positive Wirkung. Bemerkenswert daran: Die Effekte der zweitägigen Intensivkur waren tendenziell auch noch sechs Wochen später messbar. Vermittelt werden die Effekte wohl über das Darmmikrobiom und bestimmte Stoffwechselprodukte, die bei der Verarbeitung von Hafer entstehen.
Mit ihrer Ernährung müssen sich zwangsläufig auch viele Betroffene mit dem polyzystischen Ovarialsyndrom (PCOS) beschäftigen, die an Übergewicht und Insulinresistenz oder Typ-2-Diabetes leiden. Doch auch hier weisen immer mehr Studien darauf hin, dass bestimmte Moleküle in Lebensmitteln therapeutische Effekte haben. Forschende aus Großbritannien identifizierten mithilfe eines Machine-Learning-Algorithmus nun vier neue Moleküle, die als Nutrazeutika PCOS-Symptome lindern könnten. Darunter waren beispielsweise Verbindungen, die in grünem Tee und Mandeln enthalten sind.
Fällt der Gewichtsverlust bei Frauen nach der Menopause unter Tirzepatid größer aus, wenn sie zeitgleich eine Hormontherapie machen? Lässt sich das Risiko für Typ-2-Diabetes bei Menschen mit Prädiabetes durch eine Analyse epigenetischer Marker im Blut abschätzen? Und kann sich ein leichtes Aktivitätsniveau schon positiv auf die Überlebenschancen auswirken? Das und mehr erfahren Sie außerdem in diesem Newsletter. In diesem Sinne wünsche ich Ihnen eine informative Lektüre und ein schönes Wochenende!




   Milo Klesse
   Redaktion Diabetologie/Endokrinologie

 

 
 
Zweitägige Haferkur senkt Cholesterinspiegel

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Personen mit einem metabolischen Syndrom profitieren laut einer Studie der Universität Bonn von einer zweitägigen Haferkur. Die cholesterinsenkende Wirkung wird offenbar durch das Mikrobiom und phenolische Metabolite vermittelt.

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MASH: lebergerichtete Therapie ist kein Wunschdenken mehr

Rezdiffra® ist die erste und einzige in Europa zugelassene MASH-Therapie mit mäßiger bis fortgeschrittener Fibrose. Lesen Sie mehr über die überzeugende Wirksamkeit und das gute Sicherheits- und Verträglichkeitsprofil der lebergerichteten Therapie.1

1. Fachinformation Rezdiffra®, Stand August 2025. | DE-PP-RES-00084 12/25

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PCOS: KI identifiziert mögliche Zielgene für Nutrazeutika

Ernährung ist ein elementarer Bestandteil der Behandlung des polyzystischen Ovarialsyndroms (PCOS). Die Ergebnisse einer neuen Studie liefern weitere Hinweise, dass bioaktive Moleküle in Lebensmitteln – sogenannte Nutrazeutika – die Symptome auch unabhängig vom Gewicht verbessern können.

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Menopause: Höherer Gewichtsverlust durch Tirzepatid bei zeitgleicher Hormontherapie

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Viele Frauen haben nach der Menopause mit Gewichtsproblemen zu kämpfen. Neue Daten lassen vermuten, dass Tirzepatid in Kombination mit einer Hormontherapie zu deutlich größeren Gewichtsverlusten führen könnte als ohne Hormontherapie.

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Unsere Auswahl: Aktuelles aus internationalen Journals

Auswirkungen der Proteinzufuhr auf die Dynamik von GlucagonInsulin und Glukose: Implikationen für Diabetes
Front Clin Diabetes Healthc 12.01.2026

Veränderungen des Östrogenspiegels in den Wechseljahren: Erkenntnisse zum Zusammenhang zwischen Fettleibigkeit und Brustkrebsrisiko sowie dessen Folgen
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Schilddrüsenkrebs bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen (AYA): eine bevölkerungsbasierte Studie in 185 Ländern weltweit
10.1016/S2213-8587(25)00289-X

Sexualhormone und kardiovaskuläres Risiko bei Typ-2-Diabetes: Kohortenstudie der LookAHEAD-Studie
Diabetes Care 26.01.2026

 
 

Prädiabetes: Präzisere Risikoabschätzung mit epigenetischen Biomarkern?

Menschen mit Prädiabetes haben unterschiedlich hohe Risiken für die Entwicklung von Folgeerkrankungen. Forschende wollen mithilfe von epigenetischen Biomarkern eine einfache, aber präzise Risikoabschätzung über einen Bluttest ermöglichen.

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Kardiorenal-metabolisches Syndrom: Bereits leichte körperliche Aktivität verbessert Überlebenschancen

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Eine neue Studie ergab, dass Bewegung im Rahmen alltäglicher Aktivitäten mit einem geringeren Sterberisiko bei Erwachsenen mit kardiorenal-metabolischem Syndrom (CKM-Syndrom) verbunden ist.

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PANORAMA:

Eine neue Studie zeigt, dass Bittergeschmacksrezeptoren auf Steroidhormone reagieren – und damit eine bislang unterschätzte Rolle bei physiologischen Prozessen spielen könnten.
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Kürzere Wartezeiten und effizientere Versorgung: Das Primärarztsystem soll den Zugang zu Fachärzten neu regeln.
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An der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) wurde der erste Total-Body-PET/CT-Scanner in Deutschland in Betrieb genommen.
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TERMINE:

Jugendstil Diabetes Symposium
07.02.2026
Darmstadt

Herkules Diabetes Symposium
14.03.2026
Kassel

ASCO Annual Meeting 2026
29.05. – 02.06.2026
Chicago, USA

Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für pädiatrische und adoleszente Endokrinologie und Diabetologie
26.11. – 28.11.2026
Berlin

 
 

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